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Noch lange Rekordmeister:

Foto: Bayer Giants Leverkusen

Die Leverkusener Basketballer sind mit 14 errungenen Meisterschaften weiter Rekordchampion. Auf den nächsten Titel werden sie aber noch lange warten müssen, es sei denn der Hauptsponsor weitet sein Engagement zukünftig aus.

Diese Dominanz ist bis heute einmalig. Sieben ihrer 14 Meisterschaften holten die Basketballer von Bayer Leverkusen im Zeitraum von 1990 bis 1996. Doch nicht nur das. Die Mannschaft von Trainerlegende Dirk Bauermann begeisterte die Fans in der Wilhelm Dopatka-Halle mit fantastischem Sport. Der Grund: Leverkusen vereinte in den 90er-Jahren die besten Spieler des Landes in seiner Mannschaft. Moritz Kleine-Brockhoff, Henning Harnisch, Mike Koch, Christian Welp, Stephen Baeck – sie alle liefen damals in Leverkusen auf. Dazu kamen einige amerikanische Top-Spieler wie Clinton Wheeler, weshalb die Bayer-Basketballer damals als die Riesen vom Rhein bezeichnet wurden.

Leverkusener Jazztage
Ohnehin erlebte der Basketball zum Anfang der 90er-Jahre einen enormen Boom, von dem alle Beteiligten der Sportart profitierten. Immerhin löste die erstmalige Teilnahme der besten NBA-Spieler bei den Olympischen Spielen im Jahr 1992 eine riesige Begeisterung aus. In Deutschland wurde diese durch den EM-Titel der Nationalmannschaft 1993 sogar noch verstärkt. „Es hat großen Spaß gemacht, damals mit diesen Jungs zusammen zu spielen. Ein Großteil der Nationalmannschaft hat in den damals hier gespielt“, sagt Hansi Gnad, der von 1995 bis 1997 und von 1999 bis 2001 für die Leverkusener Basketballer auflief. „Alles, was Rang und Namen hatte, kam damals nach Leverkusen.“

Im Jahr 1997 endete die Dominanz der Riesen vom Rhein schließlich. Mit Alba Berlin war ein Konkurrent entstanden, der sich in den kommenden sieben Jahren die Meisterschaft sicherte. Ein Einschnitt, mit dem die Fans leben konnten. Doch es kam noch schlimmer. Denn am 21. Mai 2007 verkündete der Bayer-Konzern das finanzielle Engagement im Basketball nach 40 Jahren zu beenden. „Bei einer Marktuntersuchung wurde herausgefunden, dass Bayer hauptsächlich aufgrund der Fußballabteilung bekannt war“, erklärt Gnad. „Daraufhin haben die Verantwortlichen entschieden, die Unterstützung zu beenden.“

Eine Maßnahme, unter der die Basketball-Abteilung enorm gelitten hat. Immerhin gab es in Leverkusen nach der Lizenzabgabe an den Standort Düsseldorf nur noch Regionalliga-Basketball zu sehen. Aber: Der Aufstieg in die dritte Liga gelang 2009 direkt, in der letzten Saison klappte dann sogar die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse. Kein Wunder also, dass einige Fans von einer Rückkehr in die Bundesliga träumen. Doch dafür ist es viel zu früh. „Für uns geht es erst mal darum, uns in der zweiten Liga zu etablieren“, sagt Gnad, der seit Sommer 2018 der Cheftrainer der Bayer Giants ist. „Wir müssen unsere Strukturen ausbauen, da wir aktuell sehr stark auf Ehrenamtler angewiesen sind.“ Den 15. Meistertitel werden die Leverkusener deshalb so schnell nicht holen.

Als Rekordchampion dürfen sich sie aber noch lange bezeichnen, da sich die Konkurrenten aus Bamberg (9 Meisterschaften) und Berlin (8) zukünftig wohl nur selten gegen den aktuellen Titelträger Bayern München (5) durchsetzen werden.

Zahlreiche Stars bei den Jazztagen in Leverkusen zu Gast

Bereits 2012, 2013, 2014, 2016 und 2018 war Incognito Teil der Veranstaltung. Foto: Marc Albert Ph
Bereits 2012, 2013, 2014, 2016 und 2018 war Incognito Teil der Veranstaltung. Foto: Marc Albert Ph
Bei der 40. Auflage der Leverkusener Jazztage dürfen sich Freude der Veranstaltung vom 7. bis zum 17. November auf eine Line-up der Extraklasse freuen. Dabei gibt es für Fans nicht nur traditionelle Töne dieser Musikrichtung zu hören, Interpreten aus verschiedenen anderen Genres geben sich ebenfalls die Ehre.

Deshalb werden neben Jazz-Größen wie Bobby Sparks, Bill Evans oder Gregory Porter beispielsweise Querbeat auftreten. Die 13-köpfige Brasspop-Band aus Bonn schaffte spätestens im Jahr 2014 mit ihrem Karnevalshit „Nie mehr Fastelovend“ den Durchbruch. Ebenfalls dabei ist Gentleman. Der wohl bekannteste deutsche Reggae-Musiker wurde 1997 durch den Song „Tabula Rasa“ bekannt, den er mit der deutschen Hip-Hop-Combo Freudenkreis veröffentlichte. Außerdem mit von der Partie: der Hamburger Rapper Samy Deluxe, der vor allem im letzten Jahrzehnt mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Das komplette Programm der Veranstaltung, alle weiteren relevanten Informationen zu den Leverkusener Jazztagen und Eintrittskarten zu den verschiedenen Auftritten gibt es im Internet unter der Adresse leverkusener-jazztage.de.

Die Highlights

Do., 7.11., 19.30 Uhr: Kenny Wayne Shepherd, Kris Barras, Eamonn McCormack
Fr., 8.11., 20 Uhr: Querbeat (ausverkauft)
Sa., 9.11., 19.30 Uhr: Kinga Głyk, WDR Big Band feat. Yellowjackets, Bobby Sparks
So., 10.11., 20 Uhr: Samy Deluxe & das DLX Ensemble
Mo., 11.11., 19 Uhr: Billy Cobham, Bill Evans & The Spy Killers! feat. Wolfgang Haffner, Simon Phillips
Di., 12.11., 19.30 Uhr: 4 Wheel Drive, Mare Nostrum, The Jakob Manz Project
Mi., 13.11., 19.30 Uhr: Klaus Doldinger‘s Passport, Götz Alsmann
Do., 14.11., 20 Uhr: Tina Dico, Jenniffer Kae
Fr., 15.11., 20 Uhr: Element of Crime, Das Paradies
Sa., 16.11., 20 Uhr: Incognito, The Baseballs
So., 17.11., 20 Uhr: Gentleman
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