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Eine nachträglich eingebaute Gaube erhöht neben der Wohnqualität auch den Wert des Hauses. Bild: contrastwerkstatt/stock.adobe.com

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Licht und Platz unterm Dach Wohnraum wird immer knapper und teurer. Ein nachträglich eingebauter Giebel im Dachgeschoss kann zusätzliche Wohnfläche schaffen.

11.12.2020

Ein zusätzlicher Giebel kann neben mehr Wohnraum den Wert des gesamten Gebäudes erheblich steigern. „Dieser weitere Giebel sorgt für mehr natürliches Licht im Dachgeschoss und schafft gleichzeitig mehr Nutzfläche. Dies sind alles Faktoren, die sich auch bei einem späteren Verkauf des Hauses auszahlen“, sagt Philip Witte vom Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks in Köln. „Man spricht hier von der individuellen Nachverdichtung.“

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Auch die Düsseldorfer Innenarchitektin Birgit Schwarzkopf rät, das Wohnpotenzial von Speichern und Dachgeschossen stärker zu nutzen. „Gerade in dicht besiedelten Gegenden wie den Innenstädten oder in vielen Eigenheim-Siedlungen ist der Dachausbau oft die einzige Möglichkeit, nachträglich weiteren Wohnraum zu schaffen“, sagt sie.

Schwarzkopf verweist aber auch auf die baurechtlichen Vorgaben. „Man darf ein Dachgeschoss nur zu Wohnzweckennutzen, wenn es auch Aufenthaltsqualität bietet.“ Dafür muss mindestens die Hälfte der Grundfläche eine Höhe von 2,20 Meter haben. „Das kann man mit einem zusätzlichen Giebel oder einer Gaube erreichen.“


Eine Baugenehmigung kann Monate dauern, ist jedoch meist nötig


Doch ehe die Handwerker loslegen können, sind zunächst die Bauämter gefordert. Der nachträgliche Einbau eines Giebels muss in der Regel genehmigt werden. Denn der Ausbau kann die Abstandsflächen zu den Nachbargebäuden beeinträchtigen.

„Auch prüft das Bauamt, ob diese Veränderung optisch zur Umgebungsbebauung passt und dem geltenden Bebauungsplan entspricht“, sagt Hans Schröder vom Verband Privater Bauherren.

Für den Bauantrag muss der Bauherr daher auf einen Architekten oder Bauingenieur zurückgreifen. Und noch ein Faktor muss bei der Planung berücksichtigt werden, betont Schröder: „Das Dach muss den zusätzlichen Giebel auch tragen können. Das muss sorgfältig von einem Statiker geprüft werden.“

Wenn der Bauantrag gestellt ist, braucht der Bauherr vor allem Geduld. Je nach Region kann eine Genehmigung Monate dauern. Dann aber kann es losgehen, erklärt Witte: „Das Dach wird an der für den Giebel vorgesehenen Seite abgedeckt, anschließend passen die Zimmerer den vorhandenen Dachstuhl dem neuen Giebel an.“

An dieser Stelle zeigen sich gern auch unangenehme Überraschungen wie feuchte oder faule Stellen im Holz, die bei dieser Gelegenheit beseitigt und repariert werden können. So wird gleichzeitig die Lebensdauer des gesamten Dachs verlängert.

Anschließend wird der neue Dachgiebel eingesetzt, gedämmt und das Dach wieder gedeckt. „Hierbei ist es wichtig, dass vor allem die Wärmedichtung stimmt und keine Feuchtigkeit am neuen Giebel eindringt“, warnt Schröder.

Die Grundkosten für den nachträglichen Giebeleinbau setzt Dachdecker-ExperteWitte zwischen 10000 und 20000 Euro an. „Entscheidet man sich für eine vorgefertigte und gedämmte Gaube, dann kann es auch etwas billiger werden.“ (mit Material von dpa)  
   

Regenrinnen jetzt säubern

Bild: C. Schubbel - stock.adobe.com
Bild: C. Schubbel - stock.adobe.com

Hausbesitzer sollten jetzt zur Leiter greifen und das Herbstlaub aus ihrer Regenrinne entfernen. Wenn Regenwasser nicht ordentlich abfließt, kann das die Bausubstanz gefährden. Das kann unter anderem passieren, wenn die Regenrinne oder Fallrohre mit Herbstlaub verstopft sind. Aber auch, wenn in der Regenrinne ein Loch ist, durch das andauernd Wasser auf dieselbe Stelle der Fassade tropft. Beides kann die Dämmwirkung beeinträchtigen und zu Schimmelbildung führen. Ist die Regenrinne vom Laub befreit, sind zudem etwaige Löcher besser zu sehen. Diese sollten sogleich abgedichtet und repariert werden. Auch die Fallrohre sollten überprüft und mit Wasser durchgespült werden.