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Wasser ist ein kostbares Gut in Tansania. Lalahe, einer der Vor-Ort-Helfer des Südstadt-Vereins, kann den Brunnenbau kaum erwarten. Bild: Makuyuni e. V.

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Veedels-Verein baut Brunnen in Afrika Ein kaltes Glas Wasser aus der Leitung bei 30° Grad, fleißig Hände waschen wegen der Hygiene, schnell noch die Blumen im Garten gießen: Frisches Wasser ist für uns so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr darüber nachdenken.

30.06.2020
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In vielen Gebieten Tansanias hingegen ist es reiner Luxus. Ein Verein aus der Südstadt will das ändern und baut einen Brunnen, der künftig 3200 Menschen versorgen soll.

Auch in Tansania ist Covid-19 ein Thema. Doch über Hygienevorgaben wie regelmäßiges Händewaschen können die Einwohner von Orkisima, einer Massai-Gemeinde in der Nähe der Kleinstadt Makuyuni, nur lächeln. Sie haben genug damit zu tun, das nötigste Wasser für den täglichen Bedarf zu beschaffen. Und das ist alles andere als sauber.
  

Dieses Schulgebäude konnte der Verein bereits finanzieren und bauen. Bild: Makuyuni e. V.
Dieses Schulgebäude konnte der Verein bereits finanzieren und bauen. Bild: Makuyuni e. V.

„Unabhängig von Covid-19 sterben in Tansania jährlich rund 3000 Kinder an Durchfallerkrankungen, die auf schmutziges Trinkwasser zurückzuführen sind“, sagt Andreas Klein (32) aus der Südstadt. Er ist Mitinitiator des Hilfprojekts „Makuyuni Cologne“, das sich 2018 als Verein gegründet hat und mittlerweile rund 40 Mitglieder im Veedel zählt.

Das ursprüngliche Thema von „Makuyuni“ Cologne ist Bildung. Andreas und seine Mitstreiter konnten in der Vergangenheit diesbezüglich bereits Erfolge wie ein erstes aus Spendenmitteln gebautes Schulgebäude erzielen. Doch die aktuelle Situation dort brachte sie auf die Idee, die Massai als nächstes Projekt mit dem dringend benötigten Wasser zu versorgen. „Wir haben Freunde und Helfer vor Ort, die sich um die Organisation und die Durchführung eines Brunnenbaus kümmern“, erzählt Klein.
  

Der Südstadt-Verein hilft seit 2018 in der Region Makuyumi in Tansania. Bild: Makuyuni e. V.
Der Südstadt-Verein hilft seit 2018 in der Region Makuyumi in Tansania. Bild: Makuyuni e. V.

Das Problem: Der Bau wird rund 20 000 Euro kosten, wofür „Makuyuni Cologne“ derzeit Spenden sammelt. Wir werden bis zu 150 Meter tief bohren müssen“, so Klein. Sollte von dem Geld etwas übrig bleiben, wollen sie den Rest in Desinfektionsmittel investieren. Rund 13 500 Euro sind in den letzten Wochen bereits zusammen gekommen. Dabei geht jeder gespendete Cent garantiert in das Brunnenprojekt, denn die Ehrenamtler aus der Südstadt zahlen alle anfallenden Kosten und Verwaltungsgebühren für ihren Verein aus eigener Tasche. Im August soll der Bau beginnen.

Andreas Klein ist sicher, dass das zu schaffen ist. „Die Südstadt ist der perfekte Nährboden für unseren Verein. Hier gibt es eine so kreative und hilfsbereite Gemeinschaft, das ist einfach toll“, sagt er. Doch ein wenig Schützenhilfe aus dem restlichen Köln wäre sicherlich hilfreich, um den Brunnen für die Massai bald bohren zu können.
   

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Mithelfen

Die Brunnenbau-Spendenaktion von Makuyuni e. V. trägt den Hashtag-Titel #machmawasserklar. Mehr über das Projekt und die direkte Möglichkeit zur Online-Spende gibt es unter:

makuyuni.org/wasser