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Mehr als Kunst im öffentlichen Raum Die Werke von Werner Reiterer eröffnen neue Perspektiven

Der Künstler Werner Reiterer

24.03.2022

Werner Reiterer ist nicht auf ein einzelnes Genre festgelegt. Das Werk des in Wien lebenden Künstlers umfasst neben Installationen im öffentlichen Raum auch Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen. Viele Arbeiten Reiterers sind interaktiv – sie sprechen oder atmen, fordern den Betrachter zum Dialog heraus und lassen ihn die Realität aus neuen, ungewohnten Perspektiven heraus wahrnehmen.
 

Die Skulptur in Leibnitz
Die Skulptur in Leibnitz

Zu Reiterers neueren Arbeiten gehört eine Skulptur, die im November 2021 im Stadtpark in Leibnitz eingeweiht wurde. Sie ist das Ergebnis eines Wettbewerbs, den das Land Steiermark und das dortige Institut für Kunst im öffentlichen Raum ausgeschrieben hatten. Aufgabe war es, die Covid-19-Pandemie zu reflektieren. Es wurden 300 Entwürfe eingereicht. Der von Werner Reiterer erhielt – zusammen mit zwei weiteren – den Zuschlag.

„Die Kugel ist 17.000 Kilogramm schwer und versinkt in schätzungsweise 120 bis 130 Jahren im Boden – eine Analogie zur Infektion einer Zelle durch das Virus in Slow Motion“, erläutert der Künstler. „Eine Rolle spielt auch der Faktor des Vergessens: Vor rund 100 Jahren forderte die Spanische Grippe Millionen von Todesopfern. Vor der Covid-Pandemie war diese weitgehend aus dem kollektiven Gedächtnis verschwunden. Diesen Prozess zeichne ich skulptural noch einmal nach, indem diese Kugel ganz langsam verschwindet.“

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