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Alte Geschichte an neuem Ort: Der Bau des historischen Archivs geht in die finale Phase

Der Bau des historischen Archivs geht in die finale Phase

Nach der Fertigstellung soll das Archiv wie auf diesem Entwurf aussehen. Bild: Waechter + Waechter Architekten

Am Eifelwall entsteht auf einem 22 500 Quadratmeter großen Areal das neue Stadtarchiv für 80,53 Millionen Euro. Wann es fertig wird, welche Schätze dort aufbewahrt werden und was der Komplex für die Anwohner bedeutet? EXPRESS klärt die wichtigsten Fragen zum Neubau des historischen Archivs der Stadt Köln am Eifelwall.

Warum war der Bau nötig?

Der ursprüngliche Gebäudekomplex an der Severinstraße stürzte am 3. März 2009 im Zusammenhang mit dem Bau der neuen KVB-Nord-Süd-Stadtbahn-Linie samt zweier benachbarter Wohngebäude ein. Dabei wurden rund 90 Prozent des Archivguts verschüttet, wovon allerdings bereits etwa 95 Prozent geborgen werden konnten. Hauptaufgabe ist seit dem Einsturz aber weiterhin die Bergung, Restaurierung und Neuordnung des Materials, welches aktuell auf zwei provisorische Standorte verteilt ist. Am Heumarkt 14 befindet sich neben der Verwaltung ein digitaler Lesesaal sowie ein Ausstellungsraum. Das Restaurierungszentrum steht hingegen in Köln Porz. Da dieser Zustand keine Dauerlösung sein soll, hat sich der Rat der Stadt im September 2009 für einen Neubau des historischen Archivs am Eifelwall entschieden.

Was gibt es zu sehen?

Das Archiv beherbergt vor allem Dokumente der Kölner Zeitgeschichte. Darunter etwa 65 000 Urkunden ab dem Jahr 922, 26 Regalkilometer Akten, 104 000 Karten und Pläne, 50 000 Plakate sowie 818 Nachlässe und Sammlungen.

Stücke aus 1000 Jahren Historie werden ausgestellt

Wann steigt die Eröffnung?

Ursprünglich sollte der Neubau bereits im kommenden Jahr fertig sein. Nun scheint es aber fraglich, ob das Gebäude 2020 eröffnet werden kann. Denn gegen die Vergabe von Aufträgen gab es Beschwerden. Eine nicht berücksichtigte Firma hat nachfolgend bei der Bezirksregierung eine Nachprüfung der Entscheidung erwirkt. Entsprechend verzögert sich die Bauzeit. Aber: Die Stadt plant die Fertigstellung weiter für 2020. Zur großen Eröffnungsfeier wird es eine Ausstellung mit besonderen Stücken aus 1000 Jahren Kölner Geschichte geben.

Was bedeutet der Bau für Anwohner?

Die Arbeiten am Eifelwall haben im Frühjahr 2016 begonnen. Im Jahr 2020 soll das Gebäude fertig sein. Bild: Büge
Die Arbeiten am Eifelwall haben im Frühjahr 2016 begonnen. Im Jahr 2020 soll das Gebäude fertig sein. Bild: Büge
Verkehrsbeeinträchtigungen gab es während des Baus einige. Inzwischen hat sich die Lage weitestgehend normalisiert. Dauerhaft verschlechtert hat sich die Parkplatzsituation. Im Gegensatz zu Großteilen der Südstadt finden Anwohner am Eifelwall im Normalfall dennoch schnell einen Stellplatz, da dort insgesamt genügend Parkraum zur Verfügung steht. Auch weil sich zusätzliche Plätze hinter dem benachbarten Justizzentrum befinden.

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