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Nie mehr bei Hitze schmoren:

Nur ein Knopfdruck – schon bleibt die Hitze draußen. Immer noch ein Traum für viele Fahrer. Foto: benjaminnolte/stock.adobe.com

Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt: Für eine Menge Autofahrer ein unerträglicher Gedanke – denn gerade bei Basisversionen mancher Neuwagen oder in älteren Gebrauchten fehlt die Klimaanlage.

Ist der Kältespender nachrüstbar? „Technisch ist das fast immer möglich“, sagt Experte Marcel Mühlich vom Auto Club Europa (ACE). „Das Problem ist der Aufwand.“ Denn es sind viele Bauteilewie Kompressor, Leitungen, Trockner, Verdampfer und Kondensator unterzubringen. Außerdem müsse für die Arbeiten das Armaturenbrett raus, um den Verdampfer einzubauen.

Mühlich rechnet bei relativ einfach aufgebauten Autos mit rund 2000 bis 2500, bei aufwändigen Arbeiten mit bis zu 4000 Euro. In der Regel sei das Nachrüsten ein Nischenmarkt, obwohl auch Fremdhersteller es anbieten. Wirtschaftlich könnte es sich eher noch bei Oldtimern lohnen. Doch da gibt es einen wichtigen Punkt: „Wenn das betreffende Modell schon mit Klimaanlage angeboten wurde, ist es machbar und empfehlenswert“, sagt der Experte. Wenn es das Fahrzeug jedoch niemals mit Klimaanlage gegeben habe und es damals zudem unüblich war, diesen Fahrzeugtyp nachzurüsten, ist der Oldtimerstatus – und damit das H-Kennzeichen–weg.

Bei Minivans, Wohnmobilen oder Kleintransportern lässt sich vergleichsweise einfach eine sogenannte Aufbauklimaanlage, zum Beispiel auf dem Dach, instalieren. Die bekommt den benötigten Strom vom Bordnetz. Die Teile sind alle in einer Box untergebracht. Der kalte Luftstrom gelangt durch eine Öffnung der Karosserie ins Fahrzeug, etwa am Dach. Solche Klimaanlagen kosten ab rund 1300 Europlus Einbau.

Wem all das zu teuer ist, der muss sich mit herkömmlichen Tipps gegen die Hitze behelfen. Von zusätzlichen Ventilatoren rät Mühlich grundsätzlich aus Sicherheitsgründen ab. „Außerdem ist das normale Gebläse wesentlich leistungsfähiger.“ Er nennt lieber grundsätzliche Tipps für heiße Tage: Eine Folie auf der Frontscheibe, wie im Winter angebracht, schützt auch vor dem Aufheizen. An den hinteren Seitenscheiben und am Heck lassen sich Sonnenschutzrollos anbringen. Windabweiser für die Seitenscheiben gibt es für viele Modelle zu kaufen. „Da kann man die Fenster auch bei höheren Geschwindigkeiten etwas offen lassen“, sagt Mühlich. Er rät, beim Kauf auf die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) zu achten. In sehr heißen Perioden ist es grundsätzlich besser, sehr früh morgens, am späten Abend oder nachts zu langen Fahrten aufzubrechen, um von den noch oder schon wieder kühleren Temperaturen zu profitieren. Mit Material von dpa/tmn

Den Durchblick behalten

Defekte Scheibenwischer reinigen nur ungenügend. Foto: stock.adobe.com
Defekte Scheibenwischer reinigen nur ungenügend. Foto: stock.adobe.com
Scheibenwischer werden gerne bei Pflege und Wartung vernachlässigt. Dennoch tragen auch sie ihren Teil zur Verkehrssicherheit bei, denn um auf eine Gefahrensituation schnell und richtig reagieren zu können, benötigen Autofahrer gute Sicht.

Gerade im Sommer sind Scheibenwischer gefordert, denn Hitze und UV-Strahlung greifen die Wischergummis an, warnt der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Hinzu kommen Insekten auf der Windschutzscheibe. Sie können kleine Scharten in die Gummilippen der Wischer reißen. Das Ergebnis: Staub und Pollen verschmieren auf der Scheibe, bei Regen bildet sich ein Schmierfilm.

Ergo empfiehlt sich ein prüfender Blick auf die Scheibenwischer. Dabei müssen sie nicht immer sofort erneuert werden. Wenn sie nicht beschädigt sind, genügt eine Reinigung mit einem weichen Tuch und einer Wasserlösung mit Spülmittel oder Autoshampoo. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich mit unverdünntem Frostschutz für Scheibenwaschanlagen beseitigen. Lösungsmittel oder Benzin sind dagegen ungeeignet. Ist der Blick trotz Reinigung immer noch getrübt, kann das auch am Wischarm liegen. Möglicherweise ist der Auflagewinkel nicht mehr richtig. Das kann in der Fachwerkstatt kontrolliert und korrigiert werden. djd

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