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Bequem und schnell in die Stadt: Neue P&R-Anlage in Porz-Wahn eröffnet – Möglichkeit zur Erweiterung

Die Anlage bietet Platz für knapp 300 Pkw; kleines Foto: strahlende Gesichter bei der Eröffnung

Die KVB hat ihre neue P&R-Anlage in Porz-Wahn in Betrieb genommen. Neben dem dortigen S-Bahnhof gelegen, finden nun 298 Pkw von ÖPNV-Nutzern auf drei Ebenen Platz. Pendler können in die S-Bahn-Linien 12, 13 und 19 sowie in insgesamt acht Bus-Linien umsteigen. Damit ist diese P&R-Anlage die sechstgrößte Anlage im Gebiet des Verkehrsunternehmens. Die KVB betreibt 24 P&R-Anlagen mit derzeit 4.829 Stellplätzen. Die größte Anlage befindet sich mit 635 Abstellmöglichkeiten in Weiden-West, gefolgt von der P&R-Anlage Haus Vorst in Marsdorf mit 621 Plätzen.
  
Neue P&R-Anlage in Porz-Wahn eröffnet – Möglichkeit zur Erweiterung Image 1
Beteiligung der Stadt. Die neue Anlage in Porz-Wahn hat rund 5,3 Millionen Euro gekostet, von denen der Bund 3,8 Millionen Euro aus Mitteln nach dem Kommunal-Investitionsförderungsgesetz beiträgt. Die Stadt beteiligt sich mit 900.000 Euro aus der Stellplatzabgabe. Die Anlage ist ausbaufähig: Falls die Nachfrage den Bedarf belegt, können auf zwei weiteren Etagen insgesamt 210 weitere Stellplätze entstehen. Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB: „P&R ist ein strategischer Baustein unserer Mobilitätsstrategie. Wer in Wahn in die S-Bahn der Deutschen Bahn umsteigt, ist beispielsweise in etwa 15 Minuten am Kölner Hauptbahnhof und legt die rund 18 Kilometer lange Strecke in die City umwelt- und klimafreundlich zurück. Das ermöglicht eine Mobilität, die die Innenstadt entlastet.“

Emissionen reduzieren. Allein auf den Kohlendioxid-Ausstoß bezogen, wird der Zusammenhang mit dem Klima- und Umweltschutz ersichtlich. Wird ein Kleinwagen zugrunde gelegt, der laut DEKRA 127,3 Gramm Kohlendioxid (CO2) je Personen-Kilometer ausstößt (Benziner, Verbrauch von 5,9 Litern je 100 Kilometer), dann vermeidet der Umstieg in Porz-Wahn auf dem 18 Kilometer langen Weg in die City etwa 2,3 Kilogramm CO2 je Person und Fahrt. Ein Pendler, der an 220 Tagen im Jahr hin- und zurückfährt, vermeidet damit rund eine Tonne Kohlendioxid.

Günstiges Parken. Zudem nehmen Autos, die außerhalb der Innenstadt abgestellt werden, in der verdichteten City keinen weiteren Raum ein. Wer dort im öffentlichen Raum parken muss, zahlt je Stunde bis zu vier Euro. In den P&R-Anlagen der KVB, die für Umsteiger in den ÖPNV gedacht sind, ist das Parken kostenfrei, sofern ein gültiges VRS-Ticket vorgezeigt werden kann. Anderenfalls kostet jeder angebrochene Tag 25 Euro.

Punktlandung im Tunnel

In den Herbstferien führte die KVB im Bereich der Innenstadt umfangreiche Arbeiten unter der Erde durch

Die Arbeiter bewältigten die Aufgabe mit Bravour
Die Arbeiter bewältigten die Aufgabe mit Bravour
Der Zeitrahmen für die Bauarbeiten im U-Bahn-Tunnel war knapp, aber der KVB ist wieder eine Punktlandung gelungen: In den Herbstferien erneuerte das Verkehrsunternehmen im Bereich der Haltestellen „Appellhofplatz“ und „Poststraße“ jeweils zwei Weichen und eine Gleiskreuzung. Zudem wurden das Profi l der Gleislage optimiert und damit der Fahrkomfort verbessert sowie der Verschleiß der Schienen verringert. Nach 20 Jahren intensiver Nutzung der Infrastruktur war der Austausch dringend notwendig. Die Arbeiten am Appellhofplatz kosteten etwa eine Million Euro, die an der Poststraße etwa 1,5 Millionen Euro.

Umfangreicher Ersatzverkehr. Das brachte notgedrungen Behinderungen und Einschränkungen für die Fahrgäste mit sich: Die Stadtbahn-Linien 3, 4, 16 und 18 mussten getrennt oder umgeleitet werden, ein umfangreicher Ersatzbus-Verkehr wurde eingerichtet. An der Oberfläche war von den Arbeiten relativ wenig zu merken, wenngleich die gelben Bauzüge der KVB gelegentlich in der Nähe des Barbarossaplatzes aus dem Untergrund kamen und ebenso in die U-Bahn einfuhren. Ausgeklügelte Logistik. Im Untergrund mussten die Bauarbeiten mit Hochdruck vorangetrieben werden, um pünktlich zum Ferienende fertig zu sein. Dies ist gelungen – am Ende endeten die Tätigkeiten eine Stunde vor dem Plan. Dafür bilden eine gute Planung und eine ausgeklügelte Logistik die wesentliche Grundlage. Die Strategie sorgte dafür, dass die Abläufe optimal aufeinander abgestimmt wurden und der Materialtransport zeitgerecht funktionierte. Bauen in der U-Bahn bedeutet immer Arbeiten auf engem Raum – das ist eine besondere Herausforderung.

Ausgezeichneter Gleisbau der KVB

Pfiffige Experten erhalten Qualitäts- und Innovationspreis

Alexander Kreuzer (l.) und Ulrich Utzerath mit ihrer Entwicklung
Alexander Kreuzer (l.) und Ulrich Utzerath mit ihrer Entwicklung
Alexander Kreuzer und Ulrich Utzerath von der KVB wurden mit dem „Qualitäts- und Innovationspreis Gleisbau 2019“ der Überwachungsgemeinschaft Gleisbau ausgezeichnet. Die Juroren haben die Einreichung „Dübelsanierung auf fester Fahrbahn“ als „sehr interessant, wirtschaftlich reizvoll und innovativ“ bewertet. Letztmalig hatte 2011 ein Verkehrsunternehmen den Preis gewonnen, seitdem siegten Bau- oder Industriefirmen. Die Ehrung würdigt innovative Ideen zur Entwicklung, Planung oder Ausführung von Gleisarbeiten. Die KVB-Mitarbeiter hatten eine Metallschablone entwickelt, mit der defekte, in Beton eingelassene Schwellenschraubungen saniert werden können. Der Vorteil der Schablone liegt in einer erheblichen Zeit- und Kostenersparnis. Der ordnungsgemäße Zustand einer Gleisanlage ist wesentlich für den Schienenverkehr.
   

Kurztakt

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Infrastruktur
Gleisbau am Barbarossaplatz

Die KVB hat am Barbarossaplatz einen weiteren Abschnitt der Schieneninfrastruktur erneuert. Dort tauschte das Unternehmen eine Weiche sowie eine Gleiskreuzung aus und ersetzte verschiedene Holzschwellen durch Betonschwellen. Anschließend wurden die Fahrbahnen wieder durch Füllbeton und Asphaltdecken komplettiert. In die zeitlich sehr eng getaktete Baumaßnahme investierte die KVB rund 450.000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr fand der erste Teil der Infrastrukturerneuerung statt; sie soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden.

Broschüre
Erneute Zertifizierung

Der Betrieb der KVB führte 2018 zu Emissionen des Stickstoffoxids (NOx) in Höhe von lediglich 0,13 Gramm NOx je Personen-Kilometer. Durch die Nachrüstung der Dieselbusse sinken die Emissionen weiter. Über diesen Wert und weitere Zahlen zum Klimaschutz berichtet die KVB in ihrer Umwelterklärung 2019. Die Broschüre „Saubere Luft für Köln“ ist ein Ergebnis der jüngsten Begutachtung und Validierung nach dem Standard EMAS (Eco-Management and Audit Scheme). Sie enthält relevante Themen, beschreibt das KVB-Umweltmanagement und benennt die aktuellen Umweltziele. Bezug über E-Mail an: stephan.anemueller@kvb.koeln
  
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Barrierefreiheit
Wichtige Maßnahmen

Die Stadt Köln plant den barrierefreien Ausbau der Stadtbahn-Haltestellen „Friesenplatz“ und „Barbarossaplatz“. Die Haltestelle „Friesenplatz“ (Foto) ist mit rund 47.000 Fahrgästen pro Tag und fünf Linien auf zwei Fahrebenen einer der zentralen Knotenpunkte des ÖPNV in Köln. Benötigt werden insgesamt fünf Aufzüge. Hinzu kommen ein Blindenleitsystem und die brandschutztechnische Sanierung der Haltestelle. Gerechnet wird mit Gesamtkosten von rund 18 Millionen Euro. Bei der Haltestelle „Barbarossaplatz“ geht es um die Bahnsteiganhebung für die Linien 16 und 18. Prognostiziert werden dort Gesamtkosten von etwa zwei Millionen Euro.
  
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