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Turf mit Historie Die Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch ist eine historische Anlage. Deshalb lohnt es sich nicht nur für Sportaffine oder Wettbegeisterte dort einmal vorbeizuschauen und die Anlage bei dieser Gelegenheit genau zu begutachten.

Pferderennen finden auf der Anlage bereits seit etwa 120 Jahren statt. Bild: Galopp Rennbahn

7.09.2021

Packende Liveatmosphäre, Top-Pferde hautnah und Spannung pur. Auf der Galopprennbahn in Köln-Weidenpesch bekommen Sportfans genau das geboten. Dazu gibt‘s jede Menge leckeres Essen, sodass ein Tag dort alles verspricht, nur eben keine Langeweile.

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Und das schon seit über 120 Jahren. Schließlich gibt es die Anlage in Weidenpesch bereits seit 1898. Beweis gefällig? Der ein Jahr zuvor gegründete Kölner Renn-Verein 1897 e. V. ist immer noch Hausherr in dem 55 Hektar umfassenden Grüngelände namens Weidenpescher Park, in das die Rennbahn eingebettet ist. Die Liste der Gründungsmitglieder des Renn-Vereins liest sich auch deshalb wie ein Querschnitt durch die damalige feine Gesellschaft. Namen fast aller angesehenen Familien gehören dazu. Kurzum: Die kölnische Hautevolee hob einst den Renn-Verein aus der Taufe. Insbesondere waren es Bankiers, Industrielle und zudem wohlhabende Kaufleute.

Als im Jahr 1897 der erste Spatenstich zum Bau der Rennbahn getan wurde, begann letztlich eine neue Sporttradition in Köln. Schließlich war die Rennbahn die überhaupt erste Sportanlage in der damals zunehmend expandierenden Stadt.


Die kölsche Hautevolee hob den Renn-Verein einst aus der Taufe


Beeindruckend: Wer abseits eines Renntages über das Areal streift, spürt förmlich den Charme der alten Gebäude. Ähnlich geht es vielen Besuchern mit der über Jahrzehnte in über ein stimmender Harmonie gewachsenen Gartenarchitektur, inklusive des teils sehr alten Baumbestands. Englische Parklandschaft lautet der Fachbegriff dafür. Der in Weidenpesch umgesetzte Entwurf des bekannten Architekten und Landschaftsgestalters Otto March soll ein Schulbeispiel für diesen gartenbautechnischen Stil sein, sagen internationale Experten.

Interessant in diesem Zusammenhang: Ehe das grüne Gelände seiner neuen Bestimmung zugeführt wurde, hatte es zu den landwirtschaftlichen Flächen eines der größten Güter an der nördlichen Peripherie der Stadt gehört, dem sogenannten Hahn’schen Bauerngut.

Bei genauerem Hinsehen erinnert die auch von Otto March konzipierte alte Haupttribüne mit ihren gusseisernen Verästelungen an die Technik, die für den berühmten Pariser Eiffelturm typisch ist. Und das ist natürlich kein Zufall. Denn March gehörte zu den engsten Mitarbeitern des bekannten Ingenieurs Gustave Eiffel. Einige Fachleute sagen deshalb: Die unter Denkmalschutz stehende „Erste Tribüne“ und ihr kleineres Pendant, „Zweite Tribüne“ genannt, sind weniger Architektenwerke, sondern vielmehr große Ingenieurskunst.

Wer bei den Rennen lieber ein paar Euro riskiert, als sich für die dortige Historie zu begeistern, ist auf der Galopprennbahn Weidenpesch aber natürlich auch an der richtigen Adresse. Übrigens: Sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto ist die Anlage bestens erreichbar. Einem abwechslungsreichen Tag steht also nichts im Wege – egal, welche Vorlieben die jeweiligen Besucher haben.
   

Saisonhöhepunkt steigt am 26. September

Am 26. September kommt es beim59. Preis von Europa zum Höhepunkt des Kölner-Turf-Kalenders. Einmal mehr dürfen sich die Zuschauer des mit 155.000 Euro dotierten Hauptrennens auf ein hochklassiges und international besetztes Starterfeld freuen. Übrigens: Im vergangenen Jahr gelang der von Trainer Henk Grewe in Köln trainierten Stute Donjah ein Überraschungserfolg, als sie sich gegenüber der Konkurrenz aus Großbritannien durchsetzte.

www.koeln-galopp.de

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