Aktuelle Nachrichten aus Köln, der Welt sowie Neues vom Sport und der Welt der Promis.
Anzeigen

Viele Tiere, wie etwa Graureiher, haben ihren Lebensraum am renaturierten Pulheimer Bach. Bild: Xaver Klaussner/stock.adobe.com

ANZEIGE

Ein vergessener Bach wurde zur Oase In Zeiten wie diesen sind viele froh über Ausflugsideen, die vor der eigenen Haustür zu finden sind: Der Pulheimer Bach mit seinem Erlebnispfadentführt lehrreich in die Natur.

26.03.2021

Leise plätscherndes Wasser umrahmt von Bäumen und Sträuchern, surrende Libellen, eine reiche Flora und Fauna – der Pulheimer Bach ist eine idyllische Natur-Oase mitten im Stadtgebiet. Das war lange Zeit nicht der Fall. Während im Mittelalter noch Wassermühlen sein Ufer säumten, wurde der kleine Wasserlauf zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts an den meisten Stellen in Betonschalen eingepfercht. Im Rahmen der Regionale 2010 jedoch fanden sich finanzielle Mittel für die Renaturierung des Baches.

Seit 2012 fließt er nun wieder in weiten Teilen in seinem natürlichen Bett. Ein grün-blaues Ausflugsziel vor der Haustür, das nicht nur zum Durchatmen einlädt, sondern auch Wissen für alle Altersstufen vermittelt. Nicht selten wird er daher als „grünes Klassenzimmer“ für Schulen aus der Umgebung genutzt. Biologieunterricht zum Anfassen sozusagen.

Denn: Auf seinem nur rund acht Kilometer langen Weg von der Quelle in Bergheim-Glessen bis zum Naturschutzgebiet Große Laache über dem Pulheimer See gibt es rund um den Bach viel zu entdecken. Das beinhaltet nicht nur Reiher, Frösche, Lurche oder sogar Rehe, sondern auch die Anwohner des Pulheimer Baches und ihre Geschichten.

30 Erzählstationen liefern Geschichten über das Gewässer

Worauf Interessierte bei einem Spaziergang am Bach achten sollten, bekommen junge und alte Entdecker durch nicht weniger als 30 Erzählstationen berichtet. Sie bilden den Wassererlebnispfad Pulheimer Bach. Mit ihrer Hilfe kann die Landschaft rund um das kurze Gewässer wie ein Bilderbuch gelesen werden. Sie alle bieten kleine Geschichten über die Tiere, Pflanzen und Menschen, die den Bach geprägt haben und heute noch prägen. Drei Ankerpunkte in Glessen, Sinthern und Pulheim bieten weitere Infos.

Wer alle Stationen des Pfades mitnehmen möchte, startet bei Nummer eins am Gipfelkreuz der Glessener Höhe – mit 204 Metern über Normalnull der höchste Punkt des Rhein-Erft-Kreises. Als Bonus winkt eine beeindruckende Aussicht auf die Kölner Bucht und die Domstadt selbst. Von dort an geht es zu Stationen wie dem Quellsumpf, dem Wasserturm, der Kläranlage Glessen, der Sintherner Mühle oder dem Alten Brauhaus. Weitere Informationspunkte auf dem Weg finden sich zum Beispiel auch am Hochwasserrückhaltebecken Bendacker, dem Prallhang oder natürlich dem Ziel des kleinen Baches – der Großen Laache. Mehr zum Erlebnispfad und seinen Stationen gibt es unter:

erlebnispfad-pulheimer-bach.de