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Purer Kult kommt nach Porz: Fußball-Nerd und TV-Star Arnd Zeigler auf Tour

Der 54-Jährige gilt als Fußball-Lexikon auf zwei Beinen und wird auch in Köln manche Anekdote zum besten geben. Bild: WDR

Arnd Zeigler (54) hat seit 13 Jahren seine eigene Kultsendung im WDR: „Zeiglers wunderbareWelt des Fußballs (ZwWdF)“ bereitet jeweils sonntags das Bundesliga-Wochenende auf. Zeigler präsentiert „ZwWdF“ aus dem Untergeschoss seines Wohnhauses und ist außerdem seit 18 Jahren Stadionsprecher des SV Werder Bremen. Mit „Dahin, wo es wehtut“ ist er zudem auf deutschen Bühnen unterwegs und kommt im Mai auch auf die Schäl Sick (siehe Kasten).

Herr Zeigler, bei „ZwWdF“ bekommt man den Eindruck, einer One-Man-Show zuzuschauen. Wie viele Menschen arbeiten im Hintergrund?

Tatsächlich sind wir vor Ort nur zu dritt. Ein Redakteur vom WDR ist dabei, der jeden Sonntag zu mir gereist kommt, ein Techniker aus Bremen und meine Person. Der Rest der Redaktion arbeitet die Woche über in Köln. Als harter Kern sind das wöchentlich alles zusammen zehn bis zwölf Personen, die an der Sendung arbeiten, die Online-Redaktion mit eingerechnet.Die 160 Quadratmeter große Präsidentensuite des Althoff Grandhotel Schloss Bensberg ist die exklusivste Unterkunft im Bergischen Land. In den großzügigen Räumlichkeiten des ehemaligen Jagdschlosses wohnten bereits Superstars wie George Michael, Mariah Carey und Lady Gaga. EXPRESS war zu Besuch im luxuriösesten Hotelzimmer der Region.

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Sie senden von zu Hause aus, wie müssen sich die Zuschauer das vorstellen?

Puh, hoffentlich beantworte ich das jetzt nicht grob laienhaft. Der Sender hat ein Glasfaserkabel in meine Wohnung gelegt. Dies führt zu großen Geräten in einem Kellerraum – ich glaube, das nennt sich Server. Der ganze Raum ist voller Technik. Das war es dann aber auch schon, so spart man sich den Ü-Wagen.

Sie sagen Wohnung, aber ist es nicht inzwischen ein Haus?

Ja, doch. Und nein. Die Sendung kam früher aus einem Zimmer meiner damaligen Wohnung. Dort musste ich allerdings vor acht Jahren ausziehen, weil der Vermieter Eigenbedarf angemeldet hatte. Gleich um die Ecke war aber eine fast identische Wohnung frei, in die ich dann gezogen bin. Diese befindet sich in einem Haus und der WDR hat dessen untere Hälfte angemietet. Dort stehen jetzt mein kleines Studio und die Technik. Somit fällt der ganze Auf- und Abbau weg, der ansonsten jeden Sonntag fällig war – und das in meiner Privatwohnung. Sie können sich vorstellen, wie viel entspannter die Situation jetzt ist. Ich gehe sonntags einfach in den Keller, um zu arbeiten.
Funktionieren im TV wie auf der Bühne: Zeiglers Gedanken zur Fußball-Bundesliga. Bild: Max Hartmann
Funktionieren im TV wie auf der Bühne: Zeiglers Gedanken zur Fußball-Bundesliga. Bild: Max Hartmann
Warum wird „ZwWdF“ nicht von Radio Bremen ausgestrahlt? Wieso muss ein Bremer den NRW-lern den Fußball erklären?

Die einfache Antwort ist, dass der WDR-Sportchef Steffen Simon die Idee und den Mut hatte, mir diese Sendung anzubieten und Radio Bremen eben nicht. Das ist so wie bei Dittsche, der live aus Hamburg kommt, aber ebenfalls beim WDR läuft. Ich kenne Steffen aus meiner Zeit beim Radio in Köln und bin heilfroh, dass er die Idee damals einfach so durchgezogen hat.

War es anfangs eine große Umstellung für Sie, auf einer Bühne zu stehen und Ihrem Publikum in die Augen schauen zu können? In Ihrem Mini-Studio gibt es keine Zuschauer und als Stadionsprecher umrundet Sie eine riesige Wand aus weit entfernten Menschen.

Das ist eine sehr gute Darstellung. Viele Leute sind tatsächlich der Meinung, dass das mit der Bühne kein Problem für mich sein kann, weil ich Stadionsprecher bin. Dabei ist das etwas völlig anderes. Das erste, was man als Stadionsprecher lernt, ist: nur einfache Sätze, keine Ironie oder andere Zwischentöne, nur Standards. Völlig konträr also. Und meine Bühnenerfahrung war vorher nicht groß. Ein paar Mini-Auftritte bei Firmenevents, mehr nicht.

Aber wie kam es dann letztlich zur Bühnenshow?

Meine Agentur war der Meinung, dass ich das auf ein eigenes Programm ausdehnen sollte. Anfangs hatte ich zu viel Respekt vor der Idee. Leute sollten Eintritt zahlen, um mir einen Abend lang zuzusehen? Und was, wenn Störenfriede kommen, die mich nicht mögen, weil ich ihren Verein im Fernsehen schon mal runtergemacht habe?

Wie konnten Sie diese Bedenken überwinden?

Meine liebe Agentur hat mir einfach die Markthalle in Hamburg gebucht und gesagt: Das machst du jetzt. Und was soll ich sagen: Das Programm stand ruck zuck. Die ganzen Sachen, die ich schon mein Leben lang gesammelt hatte, konnten jetzt endlich raus. Klar, mit Hamburg kam für mich als Bremer noch ein weiterer Nachteil hinzu, zumindest dachte ich das zunächst. Aber schon nach ein paar Minuten auf der Bühne habe ich gemerkt, wie großartig das ist. Ich musste nicht mehr alles in 30 Minuten runter rattern, konnte in Ruhe erzählen und bekam immer tolle Reaktionen vom Publikum zurück.  
  

Zeigler live

„Dahin, wo es wehtut – Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs live“ gibt es am Mittwoch, 27. Mai 2020 um 20 Uhr im Eltzhof in Porz-Wahn zu sehen.

Tickets für die Veranstaltung kosten 30,50 Euro zuzüglich VVK-Gebühren und sind online bei kölnticket.de oder unter 0221/2801 erhältlich.
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