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Ein Radstadion für Ballsportler Lange Zeit waren diverse Profisportvereine in Köln auf der Suche nach einer geeigneten Halle, die mehr als 1000 Zuschauern Platz bietet, aber eben nicht die Dimension der Lanxess-Arena hat. Ab dem Jahr 2024 ist es endlich soweit.

Im Jahr 2024 soll der Umbau abgeschlossen sein. Bild: Architekturbüro Schürmann

24.08.2021

Der Ruf der Kölner Sportstätten war lange nicht der beste. Denn außer der knapp 20.000 Zuschauer fassenden Lanxess-Arena gibt es in der Domstadt derzeit keine weitere Halle, die mehr als 1.000 Plätze zu bieten hat. Entsprechend limitiert sind Profiteams, die noch nicht das ganz große Publikum anziehen. Zudem bestand für viele Vereine des Breitensports die Problematik, dass sie ihren Mitgliedern zu wenige Trainingszeiten anbieten konnten. Der Grund: Viele Turnhallen im Stadtgebiet sind sanierungsbedürftig und können deshalb nicht von Sporttreibenden genutzt werden. Doch in den kommenden Jahren wird sich die Perspektive deutlich verbessern.

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Denn mittlerweile steht fest: Das Radstadion in Köln-Müngersdorf wird ausgebaut. 2024 soll die feierliche Eröffnung stattfinden, nachdem der 60 Millionen Euro teure (je ein Drittel der Kosten tragen Bund, Land und Stadt) abgeschlossen ist. Wenn es soweit ist, können Radsportler ganzjährig auf eine topmoderne Infrafstruktur zurückgreifen, da die Kölner Sportstätten GmbH (KSS) dort einen Bundes- und Landesstützpunkt „Radsport“ aufbaut.


Der Umbau ist für die Sportstadt Köln ein bedeutender Schritt


Die Modernisierung des Komplexes wird etwa 60 Millionen Euro kosten. Bild: xpicture-alliance/ZB
Die Modernisierung des Komplexes wird etwa 60 Millionen Euro kosten. Bild: xpicture-alliance/ZB

Doch der Umbau ist eben nicht nur für Rad-, sondern eben auch für Ballsportler interessant. Schließlich mussten beispielsweise die Zweitligavolleyballerinnen der DSHS Snow-Trex aufgrund einer fehlenden Halle bereits mehrmals auf den Aufstieg in die erste Liga verzichten. Und auch die Basketballer der RheinStars Köln hatten in den letzten Jahren keine Perspektive für einen Aufstieg in die zweite Liga. Mit der Modernisierung ändert sich dies allerdings, da das neue überdachte Radstadion 4000 Zuschauern Platz bieten wird: Und dank des multifunktionalen Umbaus wird es gleichzeitig auch bei Ballsport-Events die Möglichkeit geben, interessierten Zuschauern circa 3000 Plätze anzubieten. „Nicht nur für den Radsport in Köln und in ganz Nordrhein-Westfalen, sondern auch für die Sportstadt Köln an sich ist das ein bedeutender Schritt“, sagt Gerhard Reinke, Geschäftsführer der Kölner Sportstätten GmbH (KSS). „Das multifunktionale Radstadion wird die neue Heimat für viele Sportarten und das Team der KSS ist voller Vorfreude auf tolle und vielfältige Sportveranstaltungen.“ Ähnlich euphorisch sind die Verantwortlichen der Kölner Ballsportarten. „Der Umbau des Radstadions und die damit verbundene Aussicht auf eine Spielstätte, die die Zweitliga-Standards erfüllt, ist eine tolle Perspektive, die gut zu unserer Entwicklung passt“, sagt RheinStars-Geschäftsführer Stephan Baeck. „Wenn wir eine Zweitliga- oder sogar Bundesliga- taugliche Spielstätte bekämen, spricht nichts dagegen, dass wir zielgerichtet Schritte nach oben in Angriff nehmen.“

Der lang ersehnte Ausbau des Radstations trägt also in einem enormen Maß dazu bei, dass Köln ihrem Ruf als Sportstadt zukünftig deutlich besser gerecht werden kann als zuletzt. Schließlich haben außer den Fußballprofis des 1. FC Köln und den Eishockeyspielern der Kölner Haie nun auch weitere Vereine in der Domstadt die Möglichkeit, in der ersten Liga mitzumischen und sich mit den bedeutendsten Mannschaften in ihren jeweilgen Sportarten messen zu können. Und wer weiß: Vielleicht kommt es in einigen Jahren sogar zu einem Meisterschaftsgewinn dieser Ballsportler – in einer Halle, die eigentlich primär optimale Bedingungen für die Radsportler der Region bieten soll.