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Rutschfest durch den Winter:

Aktuelle Winter- oder Ganzjahresreifen sind am „Alpine“-Symbol zu erkennen. Foto: Auto-Medienportal.Net/ADAC/Wolfgang Grube

Zu dieser Jahreszeit mit den falschen Reifen unterwegs zu sein, kann unter Umständen richtig teuer werden – für den Fahrer ebenso wie für den Halter des Fahrzeugs.

Die altbekannte Faustformel für den richtigen Zeitraum, um auf Winterreifen unterwegs zu sein, hat jeder schon einmal gehört: „O bis O“ (Oktober bis Ostern) lautet die Eselsbrücke. Sie ist allerdings nur ein grober Hinweis und hat rechtlich keine Relevanz, wie der ADAC betont. Denn eine generelle Winterreifenpflicht, die an ein bestimmtes Datum anknüpft, gibt es in Deutschland nicht.

Stattdessen gilt eine situative Winterreifenpflicht. Das heißt, wer bei winterlichen Straßenverhältnissen (bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte) fahren will, muss mit Winter- oder Ganzjahresreifen unterwegs sein.

Wer auf winterlichen Straßen ohne Winterreifen erwischt wird, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. Außerdem gibt es einen Punkt in Flensburg. Werden zusätzlich Dritte behindert, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro.

Nicht nur für den Fahrer, sondern ebenso für den Halter kann das Fahren ohne die richtige Bereifung teuer werden: Da der Halter die Inbetriebnahme ohne die erforderliche Bereifung anordnet oder zulässt,werden 75 Euro fällig, dazu gibt es ebenfalls einen Punkt in Flensburg. Nach einem Unfall mit Sommerreifen bei winterlichen Straßenverhältnissen kann es zu einer erheblichen Leistungskürzung der Kaskoversicherung wegen grober Fahrlässigkeit kommen. Auch in der Haftpflichtversicherung hat die Benutzung von Sommerreifen auf Schnee erhebliche Auswirkungen, da es hier ebenfalls zu einer Mithaftung des Geschädigten kommen kann.

Vier Millimeter Mindestprofiltiefe werden empfohlen

Aktuelle Winterreifen oder Ganzjahresreifen sind am „Alpine“-Symbol erkennbar, einem Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Zusätzlich gelten Reifen mit „M+S“-Kennzeichnung bis zum 30. September 2024 als wintertauglich, wenn sie bis zum 31. Dezember 2017 hergestellt wurden. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern.

Der ADAC empfiehlt jedoch mindestens vier Millimeter. Nach sechs Jahren sollte man die Reifen außerdem austauschen, denn dann ist die Gummimischung der Pneus vielfach so hart geworden, dass der „Grip“ bei tiefen Temperaturen nachlässt. (Mit Material von ampnet/jri)

Jetzt wechselt das Wild wieder

Dunkelheit und Nebel machen Wildwechsel besonders gefährlich. Foto: Kaulitzki/ stock.adobe.com
Dunkelheit und Nebel machen Wildwechsel besonders gefährlich. Foto: Kaulitzki/ stock.adobe.com
Seit die Uhren vor einer Woche zurückgestellt wurden und es so am Abend wieder früh dämmert, müssen Pendler besonders häufig mit Wildwechsel rechnen.

Denn von einem auf den anderen Tag fiel der Feierabendverkehr plötzlich in die Dämmerung hinein. „Also genau dann, wenn sich viele Wildtiere auf den Weg machen“, sagt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Tiere nutzen den Schutzder anbrechenden Dunkelheit, um auf den abgeernteten Feldern oder auf dem Waldboden nach Nahrung zu suchen und kreuzen dabei auch Verkehrswege. Das betrifft nicht nur viele Feldwege, sondern ebenso Kreis- und Bundesstraßen.

Speziell dort, wo Schilder auf Wildwechsel hinweisen, gilt: Fuß vom Gas, vorausschauend fahren und bremsbereit sein. Einen wichtigen Tipp nennt der TÜV Rheinland: Nicht waghalsig ausweichen, wenn plötzlich ein Tier auf der Straße auftaucht. Ein Zusammenstoß sei oft nicht so gefährlich wie eine Kollision mit dem Gegenverkehr oder einem Straßenbaum. Stark bremsen und das Lenkrad festhalten ist also die korrekte Reaktion. An manchen Stellen sind an Leitpfosten blaue Reflektoren angebracht, die von Scheinwerfern angestrahlt Wildtiere verscheuchen sollen.

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