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Schmerzen im Hüftbeuger: Wenn Laufen und Radfahren zur Qual werden

Dehnen und Strecken erhalten eine geschmeidige Hüftmuskulatur und lindern akute Schmerzen. Foto: Photographee.eu/ stock.adobe.com

Viele Betroffene kennen das stechende Gefühl, das ein verkürzter Muskel im Bewegungsapparat erzeugt: Schuld ist häufig der sogenannte Musculus iliopsoas.

Die Kraftübertragung zwischen Rumpf und Beinen erfolgt über die Hüfte. Regelmäßig wird diese Körperregion beansprucht, beim Treppensteigen und Gehen zum Beispiel. Damit die Kraftübertragung zwischen der Körpermitte und den Beinen fließend und ohne Schmerzen erfolgen kann, ist eine mobile sowie stabile Hüfte unerlässlich. So müssen die Gelenkpfannen fest in ihrer Position fixiert und gleichzeitig mobil genug sein, um verschiedene Neigungswinkel in verschiedenen Achsen zu erlauben. Keine einfache Aufgabe für das häufig großen Krafteinwirkungen ausgesetzte Gelenk. Die Aufgabe der vorderen Muskulatur der Hüfte ist, diese zu beugen, daher auch der Name Hüftbeuger (Musculus iliopsoas). Die Wechselwirkung zwischen Kraft und Beweglichkeit stellt dort ein zentrales Moment in der Bewegungsausführung dar. Befindet sich die Hüftmuskulatur in einem Ungleichgewicht der beiden Dimensionen, liegt eine muskuläre Dysbalance vor – Rückenschmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule oder auch Schmerzen im Bereich des Kniegelenks können die Folge sein. Wenn Radfahren, Laufen oder Treppensteigen nicht mehr ohne Schmerzen möglich ist, liegt häufig ein verkürzter Hüftbeuger als Ursache vor. Der Bewegungsablauf, das Bein nach vorne zu schwingen oder den Oberkörper Richtung Knie zu bewegen, ist stark beeinträchtigt.
 
An komplexen Bewegungen beteiligt: der Musculus iliopsoas. Foto: yodiyim/ stock.adobe.com
An komplexen Bewegungen beteiligt: der Musculus iliopsoas. Foto: yodiyim/ stock.adobe.com
Insbesondere sitzende Tätigkeiten veranlassen den Hüftbeuger, die Verkürzung der Muskulatur als einen neuen Zustand anzunehmen. Vereinfacht ausgedrückt wird der Oberkörper durch den verkürzten Hüftbeuger nach vorne gezogen. Ist zusätzlich eine schwache Bauchmuskulatur vorhanden, kann das Becken leicht nach vorne abkippen. Eine gekrümmte Haltung ist damit vorprogrammiert. Ausgleich verschafft sich der Körper in diesem Falle durch die Unterstützung der Rückenmuskulatur, denn er strebt danach, den Oberkörper trotz Hindernis aufrecht zu erhalten. Der verkürzte Hüftbeuger zieht nach vorne, die Lendenwirbelsäule gibt unter der Dauerbelastung allmählich nach. Rückenschmerzen entstehen. Die Fehlhaltung kann sich als Fehlbelastung ebenso auf das Kniegelenk auswirken, das über den Oberschenkelhals mit dem Hüftbeuger verbunden ist.

"Moderate Bewegung ist der Schlüssel zu Beschwerdefreiheit"


Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie
  

Schneller Selbsttest

Ob ein verkürzter Hüftbeuger vorliegt, lässt sich unkompliziert herausfinden:

- Der Tester legt sich in Rückenlage auf einen Tisch, wobei die Wirbelsäule komplett aufliegt.
- Das Gesäß wird an der Kante des Tisches positioniert, sodass die Beine freischwingen.
- Ein Bein wird nun zum Körper herangezogen.
- Das andere Bein sollte mit hängendem Unterschenkel mindestens bis zur Waagerechten absinken.

Lässt sich das hängende Bein in der oben genannten Position nicht vollständig im 90-Grad-Winkel herabsenken, so kann dies auf einen verkürzten Hüftbeuger hindeuten.
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