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Elf Neuzugänge im Schlosspark Im Rahmen einer Ausstellung können in der denkmalgeschützten Anlage in Stammheim insgesamt 75 verschiedene Skulpturen, Plastiken und Installationen bestaunt werden.

Die Kunstwerke können im Zusammenspiel mit den weitläufigen Grünflächen genossen werden. Bild: Initiative Kultur Raum Rechtsrhein

24.09.2021

Endlich ist die Corona-Pause vorbei: Im historischen Schlosspark in Stammheim warten elf neue Kunstobjekte darauf, entdeckt zu werden. Die Werke sind bei einem Spaziergang über das zwölf Hektar große Parkgelände im Kölner Norden, direkt am Rhein gelegen, zu erkunden. Sie sind Teil einer kostenfreien Ausstellung von insgesamt 75 Skulpturen, Plastiken und Installationen, die im Zusammenspiel mit den weitläufigen Grünflächen der denkmalgeschützten Parkanlage ein Ausflugsziel für die ganze Familie bilden. Der um 1830 herum entstandene Park beherbergt rund 50 verschiedene, teils sehr seltene Baumarten aus aller Welt. Einzelne Exemplare sind mehr als 200 Jahre alt.

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Inmitten der grünen Oase kümmert sich seit 2002 die Initiative Kultur Raum Rechtsrhein (KRR) ehrenamtlich um die jährlich wechselnde Skulpturenausstellung. Bestehende Werke werden dabei durch neue ergänzt oder ersetzt. So gibt es auch für regelmäßig vorbeischauende Besucher immer wieder Spannendes zu entdecken. Gerade jetzt zum Herbst hin bieten die sich langsam verfärbenden Baumkronen den Objekten einen stimmungsvollen Rahmen und sorgen dafür, dass sich Kunst- und Naturliebhaber gleichermaßen im Schlosspark wohlfühlen. Das Besondere: Die Skulpturen sind frei zugänglich und dürfen auch angefasst werden. Wind und Wetter hinterlassen ihre Spuren und sorgen für stetige Veränderung.
  

Vor Ort können die Skulpturen bestaunt werden. Bild: KRR
Vor Ort können die Skulpturen bestaunt werden. Bild: KRR

Zahlreiche Spazierwege schlängeln sich kreuz und quer durch die Anlage, die einst um ein prunkvolles Schloss herum errichtet wurde. Dieses war der Stammsitz der Familie von Graf Franz Egon von Fürstenberg-Stammheim, der die Parkanlage von dem berühmten Gartendirektor Maximilian Friedrich Weye gestalten ließ. Für die Öffentlichkeit zugänglich wurde sie erst im Jahr 1928 nach dem Verkauf des Anwesens an die Stadt Köln. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei einem Bombenangriff zerstört. Später kaufte die Leverkusener Bayer AG das Areal und baute am Standort des früheren Schlosses ein Altenwohnheim. Seit 1983 gehört das Gelände wieder der Stadt. Das Gebäude wird nicht mehr genutzt und ist hier und da Teil der Kunstausstellung.

Darüber hinaus ist der Schlosspark in Stammheim ein bedeutendes Gartendenkmal. Er ist einer der wenigen Herrensitze, die im Kölner Raum erhalten geblieben sind. Auch die Gewächsauswahl von Maximilian Friedrich Weyhe ist einzigartig, denn viele Züchtungen von Obstbäumen oder Ziergehölzen sind heutigen Botanikern nicht mehr bekannt.

Die Initiative Kultur Raum Rechtsrhein möchte die Anlage mit der Skulpturenausstellung erhalten und dem Rechtsrheinischen etwas Besonderes geben. Dank ihres Engagements ist der Stammheimer Skulpturenpark längst über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff in der Szene. Künstler aus der Region und ganz Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und den USA präsentieren dort ihre Werke. Viele davon beschäftigen sich mit dem, was an diesem Standort naheliegend ist: der Verbindung von Kunst und Natur.
   

Schlosspark Stammheim

Der Schlosspark Stammheim ist von der Stammheimer Hauptstraße aus erreichbar. Bis Ende Oktober dieses Jahres finden vor Ort jeden Samstag ab 15 Uhr öffentliche Führungen statt, an denen interessierte Personen gerne kostenlos teilnehmen können.

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