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So gelingt das späte Sport-Comeback: Gerade für Best Ager ist regelmäßige Bewegung wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit

Im höheren Alter sollte der Spaß am Sport wichtiger sein als jeglicher Wettbewerbscharakter. Bild: Kzenon/stock.adobe.com

Versuch macht klug – dieser alte Spruch gilt auch für Bewegung und Fitness im höheren Alter. „Um herauszufinden, welcher Sport Spaß macht, muss ich es ausprobieren – anders geht das nicht“, sagt Lutz Hertel, Vorsitzender des Deutschen Wellness-Verbands.

Und Spaß ist für Hertel das wichtigste am Sport – nicht die Leistung. „Bewegung ist für Wellness genauso relevant wie Entspannung“, sagt er. Wichtig sei, „dass man sich währenddessen wohlfühlt, und nicht erst hinterher.“ Eine Typfrage – der eine tanzt gerne mit Partnerin oder Partner, der andere läuft gerne alleine, der nächste spielt Fußball mit den Jungs. Alles grundsätzlich möglich, wenn die Gesundheit mitspielt, so Hertel. Deshalb rät er immer zu einer sportmedizinischen Untersuchung. „Zumindest ab einem Alter von 50 Jahren immer, und bei Jüngeren auch, wenn sie vorher 20 Jahre lang nichts gemacht haben.“

Wichtig ist zudem eine vernünftige Anleitung, gerade für Neulinge oder Rückkehrer. Und ebenso bei scheinbar simplen Sportarten wie Joggen. „Man denkt ja immer: Laufen kann jeder. Aber es gibt eben Laufen und es gibt richtiges Laufen.“ Eine professionelle Anleitung sorgt im Idealfall dafür, dass Freizeitsportler ihre Grenzen kennenlernen.

Die sollte man erst Recht im Blick behalten, wenn es in den Wettkampf geht. Denn spielerische Elemente sind zwar grundsätzlich nicht schlecht, sagt Hertel – Spiele würden schließlich für Spaß sorgen. Jedoch: „Wettkampf veranlasst zum Eifer und zum Übereifer. Viele verlieren dann das Bewusstsein für ihren Körper und für das Verletzungsrisiko.“

Die Teilnahme an einem Wettkampf könne jedoch durchaus ebenso als Wellness gelten – und zwar im Sinne von „Mach das beste aus dir“. Denn das ist einer der Kerngedanken der Wellness. Hertel: „Da muss es dann nicht um Distanz oder Zeit gehen, vielleicht auch einfach um Aspekte wie die Atmung oder eine schöne, flüssige Bewegung“. Oder die Regeln werden einfach geändert. Beim Tischtennis geht es dann zum Beispiel nicht mehr darum, Punkte zu machen, sondern um möglichst lange Ballwechsel. Gewinner und Verlierer gebe es so zwar keine mehr, aber das müsse auch nicht sein, so Hertel: „Es geht ja darum, was für mich am besten ist.“ Mit Material von dpa/tmn

  

Dem Abbau trotzen

Muskelschwund im Alter

Zwischen dem 20. und 70. Lebensjahr bauen sich etwa 30 bis 40 Prozent unserer Muskelmasse ab. Die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit des Körpers geht einher mit schwindenden kognitiven Fähigkeiten. Daher ist Kraft- und Ausdauertraining für Best Ager anzuraten.
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