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Taugen die alten Gummis noch?:

Vor dem Wechsel sollten die Räder gründlich kontrolliert werden. Foto: corepics - stock.adobe.com

Bevor der Tausch von Winter- auf Sommerreifen stattfindet, sollten Autobesitzer das Profil und das Reifenalter prüfen sowie einen Schadenscheck durchführen.

Nicht nur die Natur putzt sich heraus in diesen Tagen. Auch für uns gilt, alles für den Frühling vorzubereiten – ob am Haus, im Garten oder am Auto. Es ist wieder Sommerreifen-Zeit. Die bekannte Faustregel von Oktober bis Ostern ist ein guter Anhaltspunkt, muss aber nicht allzu wörtlich genommen werden.

Mit einem Messgerät kann die Profiltiefe ermittelt werden. Foto: StudioLaMagica – stock.adobe.com
Mit einem Messgerät kann die Profiltiefe ermittelt werden. Foto: StudioLaMagica – stock.adobe.com
Der richtigeZeitpunkt für den Wechsel von Winter- auf Sommerreifen ist gekommen, wenn die Straßen frei von Schnee und Eis sind. Die Tagestemperaturen sollten länger über sieben Grad liegen. Ist dies der Fall, ist die wichtigste Frage: Tun es die eingelagerten Räder noch? Laut Deutschem Kraftfahrzeuggewerbe sollten das Profil, das Reifenalter und mögliche Schäden unbedingt gecheckt werden. Was Autofahrer beachten müssen: Das Profil darf nicht bis zur gesetzlichen Grenze abgefahren werden.

Der Gesetzgeber schreibt ein Mindestprofil von 1,6 Millimetern bei Reifen vor. Wer mit weniger erwischt wird, riskiert Bußgelder und Punkte in der Verkehrssünderkartei. Experten der Initiative Reifenqualität des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) empfehlen aber mindestens drei Millimeter Restprofil. Das verringert die Aquaplaning-Gefahr und ermöglicht kürzere Bremswege.

Das Profil nicht bis zur gesetzlichen Grenze abfahren

Beulen an der Reifenflanke, Schnitte oder Risse im Gummi: Solche sichtbaren Schäden sind eine rote Karte für die erneute Montage eines Reifens. Platzt dieser, kann das lebensgefährlich sein. Nach rund zehn Jahren härtet die Gummimischung von Reifen aus und wird porös – dann haben sie am Auto nichts mehr verloren. Das Reifenalter lässt sich einfach feststellen: Jeder Pneu besitzt auf der Reifenflanke eine DOT-Nummer. Die ersten beiden Zahlen geben die Kalenderwoche an, in der er produziert wurde, die letzten beiden das Herstellungsjahr. DOT 1809 bedeutet also Kalenderwoche 18 im Jahr 2009. Dieser Reifen sollte im Laufe dieses Jahres getauscht werden. (djd)

  

Winterreifen sind keine Alternative im Sommer

Winterreifen sorgen bei Schnee und Eis für Sicherheit und Fahrkomfort. Manche Autobesitzer neigen dazu, sie das ganze Jahr über zu fahren. Davon wird dringend abgeraten. Denn der Abrieb der Winterreifen ist bei höheren Temperaturen deutlich größer und sie verschleißen schneller. Sommerreifen bieten bei warmem Wetter bessere Fahreigenschaften und ermöglichen einen deutlich kürzeren Bremsweg. Das liegt an der härteren Gummimischung und den speziellen Lamellen.

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