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Training statt Truthahn: Baskets stehen an Heiligabend in der Halle

Martin Breunig, T.J. DiLeo und Bojan Subotic müssen am zweiten Weihnachtsfeiertag ran. Fotos: Telekom Baskets Bonn

Bei den Spielern der Telekom Baskets Bonn kommt an den Feiertagen nur bedingt Weihnachtsstimmung auf. Denn zwischen dem 23. Dezember und dem 2. Januar stehen vier Partien an. Entsprechend müssen die meisten Stars der Bonner Basketballer zum Fest auf ihre Liebsten verzichten.

Was haben sich die Verantwortlichen der Basketball Bundesliga (BBL) denn bei der Erstellung dieses Spielplans gedacht? Für viele Fans und Spieler der BBL ist jedenfalls kaum nachzuvollziehen, warum am Abend vor dem 24. Dezember noch die Viertelfinalpartien des Pokals hineingequetscht wurden. Eine Auswärtsfahrt ins 400 Kilometer entfernte Jena wird deshalb nur für die wenigsten Fans der Telekom Baskets möglich sein. Schließlich haben viele von ihnen an diesem Sonntag die Chance, die Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest zu genießen.

Die Spieler der Magentafarbenen haben hingegen keine andere Wahl: Sie müssen am 23. Dezember zu ihrem 22. Saisonspiel innerhalb von 84 Tagen antreten (BBL, Pokal, Champions League), zumal sie beim Tabellen-13. aus Jena gute Möglichkeiten haben, ins Pokalhalbfinale einzuziehen. Ein besinnliches Weihnachten im Kreise der Familie können deshalb die wenigsten Spieler feiern.

Die Amerikaner im Team von Coach Predrag Krunic (51) werden nicht in der Lage sein, ihre Liebsten in den USA zu besuchen. Mehr noch: Da für die Telekom Baskets bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag das nächste Heimspiel gegen Vechta ansteht (18 Uhr), wird Krunic seine Spieler voraussichtlich selbst am 24. Dezember zu einer Trainingseinheit bitten. „Den Nachmittag werden die Jungs dann aber wahrscheinlich komplett frei bekommen“, sagt Baskets-Sportmanager Michael Wichterich (45). „So war es jedenfalls in den letzten Jahren immer, an denen wir auch jeweils einen sehr eng getakteten Spielplan hatten.“

Entsprechend unspektakulär läuft das Weihnachtsfest bei vielen Spielern der Telekom Baskets ab. Damit an den Feiertagen aber kein Spieler der Korbjäger einsam ist, wird Kapitän Josh Mayo (31) die weiteren Amerikaner des Teams zu seiner in Bonn weilenden Familie einladen, um dort im kleinen Kreise einen gemütlichen Abend verbringen zu können. An ein ausgiebiges Truthahn-Schlemmen ist dabei allerdings nicht zu denken. Denn am Morgen danach gilt der Fokus schon wieder dem bevorstehenden Spiel gegen Aufsteiger Vechta. Coach Krunic bittet seine Spieler am ersten Weihnachtsfeiertag jedenfalls zu einer ausgiebigen Trainingseinheit.

Bojan Subotic
Bojan Subotic
T.J. DiLeo
T.J. DiLeo
Doch das muss er auch, damit die Baskets ihre Top-Form zum Ende des Jahres konservieren. Schließlich steht für die Basketballer am 30. Dezember schon wieder die nächste Auswärtspartie beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels an. Können die Baskets im Falle eines Sieges beim Tabellen-17. dann an Silvester endlich die Korken knallen lassen und einige Raketen in den Bonner Nachthimmel jagen? Leider ist den Spielern auch dieser Spaß nur eingeschränkt vergönnt. Das Problem: Schon am 2. Januar steht das schwierige Auswärtsspiel bei den vierplatzierten Giessen 46ers an.

Besinnlichkeit kehrt bei den Baskets also weder zur Weihachtszeit noch zum Jahreswechsel ein. Im Gegenteil: Die Phase zwischen Heiligabend und Neujahr gehört für die Bonner Basketballer zu den stressigsten im ganzen Jahr. Durchschnaufen können sie aber auch im gesamten Januar nicht, da sie im ersten Monat des Jahres neun Mal ranmüssen.

Die verdiente Bescherung der Telekom Baskets Bonn findet also einmal mehr erst zum Saisonende statt. Dann aber hoffentlich mit dem ersten Titel der 24-jährigen Vereinsgeschichte.

  

Heimspiele im Dezember

9. Dezember (15 Uhr) vs. EWE Baskets Oldenburg

11. Dezember (20 Uhr) vs. Iberostar Teneriffa

18. Dezember (20 Uhr) vs. PAOK Thessaloniki

26. Dezember (18 Uhr) vs. Rasta Vechta

Bonns neue Theater-Juwele

Das komplette Ensemble. Foto: Jennifer Zumbusch
Das komplette Ensemble. Foto: Jennifer Zumbusch
Bonn hat seit dem Sommer eine neue, wunderschöne Spielstätte – den Malentes Theater Palast.

Das Spiegelzelt selbst stammt aus dem Jahr 1935. Bevor es an der Godesberberger Allee 69 seinen neuen Platz fand, wurde es vollständig restauriert. „Am 25. Juni haben wir es dann in einem dreitägigen Kraftakt aufgebaut, die Premiere fand am 20. September statt“, erklärt Thomas Lenz, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Das Schuften hat sich gelohnt: Die Premiere des aktuellen Stücks „Im weißen Rössl“ kam gut an. Die 199 Gäste, die im Saal Platz finden, kamen jedoch nicht nur wegen der Räumlichkeiten, sondern vor allem wegen Bill Mockridge, Walter Ullrich, Jan-Christof Kick, Adrian Burri, Robert-David Marx, Tabea Tatan, Björn Schäffer, Hans B. Goetzfried und Glenna Weber, die dort derzeit auf der Bühne stehen.

Mit zum Ensemble gehören ebenso die Betreiber Knut Vanmarcke und Dirk Vossberg-Vanmarcke. „Sie haben 15 Jahre lang Toruneetheater betrieben und irgendwann entschieden, dass es Zeit würde, sesshaft zu werden. Zudem war ein eigenes Theater schon lange ein großer Traumder beiden“, so Lenz.

Dass sie ihren bisherigen Lebensmittelpunkt von Hamburg nach Bonn verlagert haben, hat nicht zuletzt private Gründe: „Knut Vanmarcke ist dort geboren, und seine Eltern leben hier immer noch.“

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