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Fliegt der Deutzer TV den RheinStars bald davon?: Dank ihres Erfolgstrainers Mario Kyriasoglou

Das Publikum des Deutzer TV freut sich über spektakuläre Aktionen. Foto: Viola Sophie

Mario Kyriasoglou erlebte als Trainer der RheinStars Köln eine irre Siegesserie. Glücklich wurde er bei den ambitionierten Basketballern allerdings nicht. Stattdessen ist er nun dabei, ein anderes Team zum besten der Stadt zu machen.

Als die RheinStars Köln vor der Saison 2013/14 durch die Fusion der SG Köln 99ers und den MTV Köln gegründet wurden, herrschte große Euphorie. Ex-Nationalspieler Stephan Baeck (53) wollte als Geschäftsführer innerhalb von fünf Jahren wieder Erstligabasketball in Köln anbieten. Für den kometenhaften Aufstieg setzte der Europameister von 1993 auf Mario Kyriasoglou (38) als Cheftrainer. Und der enttäuschte nicht: In seiner ersten Saison hielt er dem Druck stand und führte sein Team ungeschlagen aus der zweiten in die erste Regionalliga.

Kein einziger Spieler des Vereins verdient durch den Sport Geld

Bitter für den 38-Jährigen: Die erste Krise der Mannschaft überstand Kyriasoglou nicht. Stattdessen trat er kurz vor Weihnachten 2015 zurück, und der ehemalige Nationalspieler Johannes Strasser (36) wurde zum neuen Headcoach. Für Kyriasoglou eine große Enttäuschung. Er hatte sich für den Verein aufgeopfert, der Basketball war ein großer Teil seines Lebens. Nachdem er in der Folgesaison die Frauen des BBZ Opladen coachte, brauchte er anschießend Abstand von dem Sport, den er liebte. „Ich habe mich auf meine Familie und meinen Beruf konzentriert“, erinnert sich Kyriasoglou. „Doch einige Monate später hat es in den Fingern gejuckt. Ich wollte wieder eine Mannschaft trainieren.“ Als ihn sein Freund Gero Boch im Sommer 2017 bat, den trainersuchenden Deutzer TV zu übernehmen, musste er nicht lange überlegen. Sofort nach dem ersten Training war klar: Kyriasoglou fängt bei der ambitionierten Truppe an. Und wie damals bei den RheinStars hatte er prompt Erfolg.

Mario Kyriasoglou trainiert den Deutzer TV. Foto: Viola Sophie
Mario Kyriasoglou trainiert den Deutzer TV. Foto: Viola Sophie
In der Saison 2017/18 gelang dem Verein sogar der Aufstieg in die erste Regionalliga. Brisant: Da die RheinStars nach drei Jahren in der zweiten Liga nun vor ihrem zweiten Abstieg in zwei Jahren stehen, könnte Kyriasoglou in der nächsten Saison auf sein Ex-Team treffen. Und dass, obwohl der Deutzer TV im Prinzip über keine finanziellen Ressourcen verfügt, während die Profis der RheinStars ein geschätztes Budget von 180 000 Euro zur Verfügung haben. „Ich wäre froh, wenn wir wenigstens ein Zehntel des RheinStars-Etats hätten“, sagt Kyriasoglou. „Bei uns wird kein einziger Spieler bezahlt, während ein Großteil der Liga mit fünf- oder sogar sechsstelligen Budgets arbeitet.“ Entsprechend respektabel ist das Resultat der laufenden Saison. Sollte der Deutzer TV den Klassenerhalt dank Kyriasoglou realisieren, könnte der Verein in der nächsten Saison also sogar das beste Basketballteam Kölns werden.

Fliegt der Deutzer TV den RheinStars bald davon? Kyriasoglou hätte nichts dagegen. Genugtuung spürt er trotz des RheinStars-Absturzes aber nicht. Im Gegenteil: Er wünscht sich mehr Interesse an der Sportart, die er liebt. „Es wäre schön, wenn der Basketball in Köln zukünftig mehr Aufmerksamkeit genießen würde“, sagt Kyriasoglou. „Wir vom Deutzer TV werden jedenfalls weiter unser Bestes dafür geben, auch wenn unsere finanziellen Mittel nicht die größten sind.“

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