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Mit zunehmendem Alter nimmt die Hörkraft ab – so entstehen Probleme im Alltag. Bild: Yakobchuk Olena/stock.adobe.com

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Warum gutes Hören so wichtig ist Jemanden eindeutig zu verstehen, ist in allen Lebensbereichen wichtig. Neue Studien zeigen: Das Gehirn braucht für seine Arbeit Zugang zu allen Klängen – nicht nur zur Sprache

6.04.2021

Wie bitte? Wer dabei sein und am Leben teilhaben möchte, braucht gute Ohren. Der Austausch mit der Familie, Freunden oder Kollegen sowie die Klänge der Musik oder das Zwitschern der Vögel genießen – diese alltäglichen Dinge sind alle untrennbar mit einem funktionierenden Gehör verbunden.

Auch für die Orientierung unterwegs, für ein selbstsicheres Auftreten und eine positive Lebenseinstellung ist gutes Hören wesentlich. Tatsächlich hat aber in den Industrieländern mindestens jeder Dritte über 50 Jahre ein Problem mit dem Hören. Nun ist die Hörforschung zu neuen Erkenntnissen gekommen:

Das Gehirn braucht Zugang zur gesamten Klangumgebung, damit es auf natürliche Weise arbeiten kann, nicht nur zur Sprache. Die Erkenntnisse haben auch große Auswirkungen auf die Hörsystem-Branche.

Köttgen Hörakustik

Wenn Klänge das Innenohr erreichen, werden sie in einen neuronalen Informationscode umgewandelt und ans Hörzentrum des Gehirns weitergeleitet. Dieses Zentrum besteht aus zwei Subsystemen: dem Orientierungs-Subsystem (dieses gibt einen Überblick über die Klangumgebung) und dem Fokus-Subsystem (hilft den Menschen bei der Auswahl, welchen Klängen zugehört werden soll). Funktionieren beide Subsysteme gut zusammen, kann das übrige Gehirn optimal arbeiten.


Jeder Dritte über 50 hat Probleme mit dem Hören


Wird ein Hörproblem gar nicht oder nicht richtig behandelt, kann dies weitreichende Folgen haben: Wer erraten muss, was Menschen sagen und was um einen herum passiert, wird mental stark belastet. Zudem hat er dadurch weniger Kapazitäten frei für andere geistige Leistungen. Als Folge kann es zum drastischen Abbau der geistigen Fähigkeiten, zu sozialer Isolation, Demenz oder Depressionen kommen.

Herkömmliche Hörsysteme unterdrücken die Klangumgebung, was der natürlichen Arbeitsweise des Gehirns widerspricht. Moderne Hörsysteme stellen jedoch einen sehr gut nutzbaren neuronalen Code bereit, damit Menschen mit Hörverlust die gesamte Klangumgebung verarbeiten und somit wieder unbeschwert am Leben teilnehmen können. (mit Material von akz)