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Was hilft beim Durchatmen?: Pro Tag strömen 12000 Liter Luft durch die Lunge

Wenn Asthma unbehandelt bleibt, kann es bei den Betroffenen zu Atmennot kommen, da die Lunge Sauerstoff schlechter aufnimmt. Foto: New Africa/stock.adobe.com

Wer gesund ist, der atmet automatisch und ohne darüber nachzudenken, was die Lunge für eine Mammutaufgabe übernimmt. Bei Atemwegserkrankungen, wie etwa Asthma, leiden Betroffene unter einer Überempfindlichkeit der Bronchien mit unangenehmen Begleiterscheinungen.

Die Lunge ist ein leistungsstarkes und lebenswichtiges Organ im menschlichen Körper. Ein Erwachsener atmet im ruhigen Zustand etwa zehn bis 15 Mal pro Minute ein und aus. Das entspricht pro Tag rund 12 000 Liter Luft, die durch die Lunge strömen. Umgerechnet sind dies rund 75 gefüllte Badewannen voll Wasser. So leistungsstark wie die Lunge ist, so sensibel ist sie gleichzeitig. Ein Mensch verfügt etwa über 300 Millionen Lungenbläschen. Ist eines der Bläschen einmal beschädigt, kann es weder geheilt werden noch nachwachsen.

Bei Problemen mit der Atmung sollte ein Arzt abklären, was die Ursache dafür ist. Foto:zinkevych/stock.adobe.com
Bei Problemen mit der Atmung sollte ein Arzt abklären, was die Ursache dafür ist. Foto:zinkevych/stock.adobe.com
Eine bekannte Atemwegserkrankung ist Asthma. Das chronische Leiden zeichnet sich durch eine Verengung der Bronchien aus. Diese sind dadurch sehr empfindlich und reagieren stärker auf Reize wie Kälte, Pollen oder Zigarettenrauch. Die Folge kann eine Entzündung sein, die mit vermehrter Schleimbildung und einer Verkrampfung der Bronchienmuskulatur einhergeht. Den einen Auslöser für die Erkrankung gibt es nicht. Es wird zwischen allergischem und nicht-allergischem Asthma unterschieden – auch Mischformen sind möglich.

So können etwa Tierhaare, der Kot von Hausstaubmilben oder Pollen eine allergische Reaktion beim Asthmatiker hervorrufen. Eine ähnliche Wirkung kann das Einatmen von Haarspray, Tabakrauch oder Abgasen mit sich bringen. Auch Stress, Infekte oder Wettereinflüsse können einen Anfall auslösen. In Deutschland leiden etwa fünf bis sieben Prozent der Menschen an Asthma. Trotz intensiver Forschung ist die Erkrankung der Atemwege gut therapier-, aber nicht heilbar.

Krankenhaus Holweide

In Deutschland leiden fünf bis sieben Prozent an Asthma

Betroffene können mit Medikamenten Abhilfe gegen die Symptome wie pfeifende Atmung, Husten und ein Druckgefühl in der Brust schaffen. Schnellwirksame Medikamente (Reliever) werden für akute Anfälle – meist als Spray – genutzt und nur im Bedarfsfall angewendet. Langzeitmedikamente (Controller) sollen helfen, die chronische Entzündung und die Verengung der Atemwege dauerhaft in den Griff zu bekommen. Meist werden beide kombiniert. Die Medikation richtet sich nach dem Grad der Erkrankung. Es spielt zudem eine Rolle, ob die Zahl bestimmter Immunzellen, der eosinophilen Granulozyten, in Blut und Lungengewebe erhöht ist. Diese sind für die Entzündung in der Lunge mit verantwortlich.

Dann sprechen Mediziner von einem sogenannten eosinophilem Asthma. Patienten mit dieser Art wurden bislang häufig mit Kortisiontabletten behandelt.Das kann zu schweren Nebenwirkungen führen. Als Alternative können Biologika zum Einsatz kommen. Sie helfen die Dosis von Kortison zu verringern oder den Einsatz in manchen Fällen komplett zu vermeiden. (mit akz)

  

Lungenkrebs: Rauchen als Hauptrisikofaktor

Rund 54000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich an Lungenkrebs. Dabei handelt es sich um einen bösartigen Tumor im Lungengewebe, der sich in andere Organe ausbreiten kann. Der häufigste Risikofaktor für die Entstehung ist das Rauchen, aber auch Umwelteinflüsse wie Asbest können eine Ursache sein. Lungenkrebs verursacht lange Zeit keine Beschwerden und die Anzeichen sind eher unspezifisch. Bei Symptomen wie Husten, der über Wochen anhält, Atemnot und Schmerzen im Brustkorb, blutiger Auswurf sowie wiederholtes Auftreten von Lungenentzündung oder Bronchitis sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann abklären, ob die Ursache harmlos ist oder weitere Schritte eingeleitet werden sollten.
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