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Leise rieselt nichts : Graue Weihnachten: Schnee an Heiligabend ist extrem selten in der Bundesstadt. Das beweist ein Blick zurück auf die Wetterstatistiken der letzten 30 Jahre.

Bild: Mariusz Blach – stock.adobe.com, Grafik: A. Kuffner

Alle Jahre wieder die gleiche Frage: Dürfen wir auf eine weiße Weihnacht hoffen? Und wahrscheinlich werden die Wetterfrösche alle Bonner dieses mal erneut enttäuschen müssen.

Denn: Wenn es wie in den vergangenen Jahren läuft, dürfen sich die Bewohner der Bundesstadt an Heiligabend auf graues und tristes Wetter bei vorfrühlingshaften Temperaturen einstellen. „Früher war mehr Lametta“, seufzt dann der Bönnsche.

Liefen Bonner vor ein, zwei Jahrzehnten fast jeden Heiligabend mit knirschenden Schritten über den verschneiten Münsterplatz zur Christmette? Gehörte die Schneeballschlacht im Hofgarten einfach an den Feiertagen dazu?

An die letzte weiße Weihnacht in Bonn können sich sicher viele noch gut erinnern: Im Jahr 2010 kam genau am 24. Dezember derart viel herunter, dass so mancher im dichten Schneetreiben Probleme hatte, die Verwandtschaft zu erreichen.

2010 versank die Region in Flocken

Und die Jahre zuvor? Um verklärten Erinnerungen und Erzählungen vorzubeugen, helfen nur harte Fakten. Die finden sich in den Datenarchiven diverser Wetterdienste im Internet. Darin kann jeder mit wenigen Klicks nachrecherchieren: Weiße Weihnachten in Bonn sind sehr, sehr selten.

Die hier vorliegende Recherche bezieht sich auf die letzten dreißig Jahre. Sie zeigt, dass es seit 1987, außer im bereits erwähnten Jahr 2010, nur noch 2001 eine Schneedecke am 24. Dezember gab, wenn auch eine hauchdünne.

Ansonsten: Fehlanzeige. Bezogen auf die Temperaturen herrschte ein stetes Auf und Ab. Das Quecksilber rutschte an Heiligabend jedoch nie – bis auf 2010 – unter die 0-Grad-Marke.

Die obige Grafik zeigt die jeweilige Höchsttemperatur an Heiligabend. So viel also dazu. Früher war eben doch nicht alles besser, sondern einfach genauso wie heute.

Übrigens: kachelmannwetter.de ging kürzlich noch weiter und untersuchte das Wetter am 25. Dezember seit 1950. Zwar für Köln, jedoch ist es dort bekanntlich ähnlich wie in Bonn. Das Ergebnis war ernüchternd: Vier mal weiße Weihnacht in den letzten 67 Jahren …

Sanierung des Münsters: Krippe muss weichen

Die Krippe des letzten Jahres. Foto: Bonner Münster
Die Krippe des letzten Jahres. Foto: Bonner Münster
Das Rathaus, der Posttower und selbst einer der öffentlichen Bücherschränke ist zu sehen. Seit 2013 zeigt die Stadtkrippe zu Weihnachten das Leben in der Bundesstadt.

Die Idee dahinter: Bereits als der heilige Franz von Assisi 1223 die erste Weihnachtskrippe schuf, hatte er eine klare Absicht. Er wollte den Menschen zeigen: Gott hat als Mensch auf dieser Erde klein angefangen, arm und demütig. Die Bonner Stadtkrippe folgt dieser Absicht.

Das Motto lautet in diesem Jahr „Du bist unendlich wertvoll“. Wegen der Generalsanierung des Bonner Münsters ist die Krippe in den Räumlichkeiten des ehemaligen Bonner Münster-Ladens in der Gerhard-von-Are-Straße untergebracht. Noch bis zum 13. Januar 2019 können Interessierte sie sich von Montag bis Freitag zwischen 14 und 18 Uhr, sowie samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr ansehen. Am ersten und zweiten Weihnachtstag ist eine Besichtigung von 14 bis 18 Uhr möglich.

Besonders schön: Die Stadtkrippe wird an jedem Advent, zu Weihnachten sowie am Dreikönigstag umgebaut. Im Zentrum stehen dabei verschiedene thematische Schwerpunkte.

Bis die Krippe wieder an ihren angestammten Platz im Bonner Münster kommt, wird noch etwas Zeit vergehen. Die Arbeiten dauern voraussichtlich noch bis Ende 2020. Dabei werden unter anderem statische Probleme gelöst, die marode Außenfassade aufgearbeitet und Schäden im Innenbereich behoben. Aktuell erneuert Projektsteuerer Dr. Ägidius Strack die „museale Haustechnik“. Alle alten Elektroleitungen müssen entfernt werden. Die komplette Sanierung kostet rund 20 Millionen Euro und wird aus Kirchensteuermitteln finanziert.

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