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Wild im Westen: Esel, Rinder, Enten und mehr: Seit 110 Jahren gibt es in Köln-Lindenthal den Tierpark

Sie sind die Schwergewichte unter den tierischen Bewohnern des Streichelzoos: die Hochlandrinder. Foto: Kohlenberg
Sie sind die Schwergewichte unter den tierischen Bewohnern des Streichelzoos: die Hochlandrinder. Foto: Kohlenberg
1908 ließ Gartendirektor Fritz Encke den Tierpark im Kölner Stadtwald anlegen. Heute erstreckt er sich über 12,3 Hektar und ist vor allem bei Familien sehr beliebt.

Es riecht nach Waldboden und Wiesen. Der Lindenthaler Tierpark ist ein kleines wildes Paradies nur wenige Meter entfernt von der viel befahrenen Dürener Straße und dem Stadtwaldgürtel. Umgeben von Bäumen, einem kleinen Bachlauf und dem Kahnweiher liegt der Streichelzoo sehr idyllisch.

Auf den rund 12,3 Hektar tummeln sich rund 26 Damtiere und -hirsche, 25 Ziegen, Hochlandrinder, viele Schafe, Truthähne und -hühner, Pfaue, Wassergeflügel sowie verschiedene Hühnerarten. Darüber lassen sogenannte Freiflieger – also Enten- und Gänsearten – ab und zu im Tierpark blicken. Hinweisschilder an den Gehegen informieren die Besucher über die einzelnen Arten. An Automaten lässt sich für ein paar Cent spezielles Trockenfutter kaufen. Das Verfüttern von mitgebrachtem Essen ist streng untersagt, es sei denn das Personal hat sein Okay gegeben.

An Wochenende und Feiertagen ist der Streichelzoo besonders gut besucht

Die andere Tiere können über eine spezielle gefüttert werden. Esel und andere Tiere können Rutsche gefüttert werden. Foto: Kohlenberg
Die andere Tiere können über eine spezielle gefüttert werden. Esel und andere Tiere können Rutsche gefüttert werden. 
Foto: Kohlenberg
Vor allem Familien mit Kindern schätzen die Möglichkeit, Tiere aus der Nähe zu beobachten und sie zu füttern. An Wochenenden und Feiertagen ist der Tierpark besonders gut besucht – der Eintritt ist kostenlos. Viele Kindergärten, aber auch Grundschulen nutzen die Gelegenheit, um dort den Vormittag in der Natur zu verbringen. Der im Jahr 2000 gegründete Verein der Freunde und Förderer des Lindenthaler Tierpark e. V. veranstaltet auf Anfrage Führungen für Schulklassen. Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke zur Unterstützung der Arbeit und der Instandhaltung im Lindenthaler Tierpark. Die Mitglieder hatten ihn ins Leben gerufen, nachdem die Stadt den Streichelzoo schließen wollte. Vor Kurzem übernahm Martin Gallhöfer den Vorsitz vom langjährigen Amtsvorgänger Heribert Resch.

Zunächst wurden nur Dam- und Rehwild angesiedelt. Foto: Tierpark
Zunächst wurden nur Dam- und Rehwild angesiedelt. Foto: Tierpark
Seit den 1960er-Jahren gab es einen Grundbestand an Tieren. Foto: Tierpark
Seit den 1960er-Jahren gab es einen Grundbestand an Tieren. 
Foto: Tierpark
Bereits 1908 ließ der damalige Gartendirektor Fritz Encke ein rund acht Hektar großes Wildgehege im Stadtwald anlegen. Der noch heute durch den Tierpark verlaufende Bach und der kleine Weiher basieren auf der ursprünglichen Planung von Enckes Vorgänger Adolf Kowallek.
1951 wurde der Tierpark – auch auf Wunsch der Kölner hin – wiedereröffnet. Foto: Tierpark
1951 wurde der Tierpark – auch auf Wunsch der Kölner hin – wiedereröffnet. Foto: Tierpark
Die Kriegschäden waren in den 1950er-Jahren bereits behoben. Foto: Tierpark
Die Kriegschäden waren in den 1950er-Jahren bereits behoben. Foto: Tierpark
Das Gelände war aufgrund seiner gartenarchitektonischen Gestaltung und des bereits vorhandenen Wassers für die Haltung von Tieren besonders geeignet. Das Gehege wurde zunächst nur mit Dam- und Rehwild besetzt, auf den Gewässern wurden darüber hinaus Schwäne, Enten und Wasserhühner angesiedelt. Bis 1987 stieg die Zahl auf 113 Tiere. 2007 entstand auch dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins ein 2.100 Quadratmeter großes Geflügelgehege.

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Öffnungszeiten & Unterstützung

Foto: Kohlenberg
Foto: Kohlenberg
In den 1990er-Jahren drohte dem Tierpark aufgrund der prekären Finanzlage der Stadt das Aus. Die Ankündigung der Schließung stieß bei der Bevölkerung und den Kölner Ratspolitikern auf erhebliches Unverständnis und Proteste, mit der Folge, dass dieses Vorhaben nicht weiterverfolgt wurde. Die Diskussion in der Öffentlichkeit führte dazu, dass sich eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern zusammenfand und im Jahr 2000 den Verein der Freunde und Förderer des Lindenthaler Tierpark e. V. gründete. Wer diesen unterstützen möchte, findet alle wichtigen Informationen auf der untenstehenden Internetseite. Von Mai bis August hat der Park werktags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 9 bis 20 Uhr geöffnet.
www.lindenthaler-tierpark.de
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