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9-Euro-Ticket war sehr stark gefragt Hundertausende nutzten das Angebot im Kölner Verkehr – Trotzdem war keine höhere Auslastung von Bussen und Bahnen spürbar

Mit der Linie 143 wird jetzt das Gewerbegebiet Marsdorf angebunden

25.08.2022

Das 9-Euro-Ticket hat im Sommer die Schlagzeilen gefüllt. Die Aktion, Teil des Entlastungspakets der Bundesregierung für die gestiegenen Kraftstoff- und Energiepreise, hat auch bei den KVB-Kunden eine riesige Nachfrage ausgelöst: Mehr als 820.000 9-Euro-Tickets sind an den Ticketautomaten über die App und an den Verkaufsschaltern ausgegeben worden. Hinzu kommen die rund 300.000 Stammkunden, die mit ihrer Chipkarte in den drei Monaten ebenfalls auf 9-Euro-Basis unterwegs waren. Das Überraschende: Der Ansturm auf die Tickets hat sich bei der KVB nur punktuell in einer höheren Auslastung der Busse und Bahnen bemerkbar gemacht. Die meisten Kunden waren gerade im Stadtverkehr bereits vorher mit anderen Tickets unterwegs.

Politische Diskussion. Ob und wenn ja wann und in welcher Form es ein Nachfolgemodell geben wird, ist derzeit noch Gegenstand der politischen Diskussion. Dazu ist es nach Einschätzung der KVB ebenfalls wichtig, die Ergebnisse der bundesweiten Marktforschung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) abzuwarten, die nach Ende der Aktion vollständig vorliegen sollen.

Leichter Anstieg. Inzwischen hat die KVB auch ihre Bilanz für das Jahr 2021 vorgelegt. Danach ist die Zahl der Fahrgäste im Vergleich zu 2020 wieder leicht gestiegen, von 167,7 Millionen auf 171,7 Millionen. Insgesamt sind allerdings nach wie vor deutlich weniger Menschen mit Bus und Bahn unterwegs als vor der Pandemie. Aber die KVB hat auch in diesem schwierigen Jahr – mit nur vorübergehenden und geringen Fahrplan-Einschränkungen – für die Menschen in Köln und Umgebung ein stabiles Bus- und Bahnangebot sicherstellen können.

Mindereinnahmen ausgeglichen. Trotz der leicht gestiegenen Fahrgastzahlen sind die Einnahmen aus den Ticketverkäufen gesunken: von 230,4 Millionen Euro im Jahr 2020 auf 219,6 Millionen Euro im vorigen Jahr. Grund dafür war vor allem, dass der Rückgang bei den ZeitTickets für Erwachsene durch den Zuwachs beim Bartarif nicht kompensiert werden konnte. Dank des ÖPNV-Rettungsschirms von Bund und Land konnten die coronabedingten Mindereinnahmen auch 2021 ausgeglichen werden.

Besser als das Planergebnis. Zusätzlich negativ beeinflusst wurde das Ergebnis allerdings durch gestiegene Kosten im Personal- und Materialbereich sowie erhöhte Abschreibungen des Anlagevermögens. Das Unternehmensergebnis lag bei einem Fehlbetrag von 144,5 Millionen Euro und damit besser als das Planergebnis von -151,6 Millionen Euro.

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