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Anpfiff zur neuen Saison - Das Gesicht des 1. FC Köln: Steffen Baumgart! 1. FC Köln: Auf geht's, FC!
1. FC Köln: Auf geht's, FC!
Davie Selke singt bei der Saisoneröffnung des 1. FC Köln die Hymne mit. Foto: Herbert Bucco

Er ist und bleibt DAS Gesicht des 1. FC Köln: Steffen Baumgart! Fan-Liebling, Kultfigur, ein Original, das sein Herz auf der Zunge trägt. Auch bei seinem Vollgas-Versprechen für die kommende Bundesliga-Saison: „Mit dem Risiko, dass wir auch mal den Arsch vollkriegen. Aber wenn ich unsere Mannschaft sehe, sage ich: Uns musst du erst mal schlagen!“

Anpfiff zur neuen Saison: Steffen Baumgart will den FC nach vorn peitschen. Foto: IMAGO/Herbert Bucco
Anpfiff zur neuen Saison: Steffen Baumgart will den FC nach vorn peitschen. Foto: IMAGO/Herbert Bucco

Mit beeindruckender Coolness moderiert Baumgart die schmerzhaften Abgänge von Kapitän Jonas Hector, Mittelfeldmotor Ellyes Skhiri und Urgestein Timo Horn weg. Kein Wort der Klage, kein Jammern über den enormen Qualitätsverlust.

Der oft zitierte „Weg“ wird unbeirrt fortgesetzt und mit denen beschritten, die da sind. Das sind in erster Linie junge und entwicklungsfähige Spieler, die ihre nachhaltige Bundesliga-Tauglichkeit erst nachweisen müssen. Doch wenn einer seine Spieler besser machen und auf die nächste Ebene hieven kann, dann ist es Steffen Baumgart. Von diesem Entwickler-Gen wollen in der kommenden Saison nicht nur die jungen Wilden um Eric Martel, Denis Huseinbasic oder Mathias Olesen profitieren, sondern auch das hoch veranlagte Dänen-Duo, Rasmus Carstensen und Jacob Christensen. Luca Waldschmidt dagegen will nichts weniger als seine Karriere-Kurve kriegen, das, was zuvor dank Baumgart bereits Linton Maina und Davie Selke gelungen war.

Baumgart nimmt sie alle mit auf die Reise, die schnellstmöglich in ruhiges Fahrwasser führen soll. Wobei ruhiges Fahrwasser eigentlich gar nicht der Anspruch des extrem ehrgeizigen Trainers ist. „Ich möchte nach Berlin und gerne um die europäischen Plätze mitspielen. Das heißt nicht, dass das Ziel das Pokal-Finale ist, und wir um Europa mitspielen müssen. Aber ich sage: ,Ich will das!.“ Dabei setzt der Coach weiter unverändert auf seinen Hauruck-Fußball. Visier hoch und ab nach vorne. „Das wird unser Spiel bleiben, weil ich mich sonst langweile. Die Jungs sollen schließlich so spielen, wie es mir gefällt.“

Der Anfang ist mit dem erfolgreichen Pokal-Krimi in Osnabrück gemacht. Es folgt der Bundesliga-Auftaktkracher bei Borussia Dortmund. Nach dem Auftaktprogramm knackigen mit den Partien gegen den VfL Wolfsburg und dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt wird es eine erste Tendenz geben, wo die FC-Reise hinführt.

VON JÜRGEN KEMPER

sport@express.de

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