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Dolce Vita bei Clooneys um die Ecke  Comer See: Wo die Promis sich die Klinke in die Hand geben

Idyllisch liegt der Ort Varenna am mittleren Ostufer des Comer Sees. Fotos: iStockphoto/Getty

17.06.2022

Ein besonderes Fleckchen Erde sind die oberitalienischen Seen – wusste schon Altkanzler Konrad Adenauer (1876- 1967). Seine ehemalige Sommerresidenz in Cadenabbia am Comer See – die Villa La Collina – wird heute von der Konrad-Adenauer-Stiftung verwaltet. Seit Jahren ist ein anderer Promi Stammgast am Comer See. Schauspieler George Clooney bewohnt mit seiner Frau Amal die Villa Oleandra in Laglio. Gut acht Stunden braucht man vom Rheinland aus – zur Stippvisite.

Sehenswert: Eine Dreiviertelstunde läuft man vom Zentrum in Varenna zum Castello di Vezio. Die alte Burganlage bietet einen traumhaften Blick über den See. Seit 2004 beherbergt das Castello Vezio eine eigene Falkenaufzucht samt Falknerei (Eintritt: 5 Euro). Nachmittags demonstriert der Falkner die Flugkünste der Raubvögel.

Ein Muss ist der Botanische Garten in Bellagio. Dort befindet sich die Villa Melzi. Der wohl berühmteste Gast war Franz Liszt (†1886), der sich hier mit der verheirateten Gräfin Marie d’Agoult (†1876) traf. Ihre gemeinsame Tochter Cosima (†1930) wurde später Richard Wagners (†1883) Gattin. Der Park der Villa Melzi zählt mit seinen Skulpturen und Grotten sowie dem idyllischen japanischen Teich zu den schönsten am Comer See.

Städtetrip: Eine gute Stunde entfernt liegt Mailand. Früher als graue Millionenstadt beschimpft, hat sich die Stadt zu einer bunten und quirligen Metropole gemausert. Ein Besuch des Doms und vor allem der Rundgang über das Dach des Doms gehören zum Pflichtprogramm (am besten den Dompass für 20 Euro buchen). Mit dem Regionalzug ist man von Varenna aus in 65 Minuten in Mailand (kostet ca. 7 Euro oneway).

Essen und Trinken: Dolce Vita, das süße Leben, sind die kulinarischen Genüsse Italiens – mit Vorspeise, Pasta-Zwischengang und Hauptgang mit Fisch oder Fleisch (das Dessert ist sowieso eine Selbstverständlichkeit).

Fischgerichte bieten eine Vielfalt aus dem See. Gewiss, für Kalorienzähler sind tägliche Menüs nun wirklich nichts. Tipp: Die Restaurants in fast allen Orten sind sehr überlaufen, also am Vortag um eine Reservierung kümmern!

Übernachten: Die Palette reicht vom wirklich sehr einfachen Zimmer (ohne Frühstück) ab 150 Euro bis zu 400 Euro pro Nacht im Doppelzimmer mit Frühstück.

■ Das nervt: Der Comer See ist kein Schnäppchen-Paradies. Für einen Aperol zahlt man 14 Euro. Dazu werden immerhin Snacks gereicht.

Das bleibt: Perfekte Mischung aus Wandern, Baden und Städtetrip – auch für die ganze Familie. STEFAN SCHULTZ, vermischtes@express.de
 

Urlaubsstimmung zum Lesen & Schauen

Mit „Requiem am Comer See“ von Clara Bernardi startet die Reihe um Kommissarin Giulia Cesare–am 22. Juni erscheint der mittlerweile vierte Band (DuMont-Verlag, 15 Euro). Auch „Ein Espresso für den Commissario: Pellegrinis erster Fall“ von Dino Minardi (Kampa Verlag, 15,90 Euro) spielt – wie seine Fortsetzungen – auch rund um den Comer See.

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